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Geithain Geld für Hochwasserschutz fehlt
Region Geithain Geld für Hochwasserschutz fehlt
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14:53 19.05.2015
Im neuen Geithainer Eigenheimgebiet "Südhang" ist das erste Haus im Bau. Quelle: Jens Paul Taubert

Die Erschließung im ersten Bauabschnitt ist beendet, die Übergabe durch den Erschließungsträger an die Stadt erfolgt am Dienstag.

Für andere Fragen gibt es teilweise noch keine Konzepte, so für das Gebiet Geithain-West. "Die Wohnungssanierung ist dran", bestätigte die Stadtchefin auf eine entsprechende Bürgerfrage. Sie spüre den deutlichen Druck, könne aber noch keine Strategie dazu beschreiben. Für den großen Instandhaltungsbedarf an den Wohnungen würden die Haushaltsmittel nicht ausreichen. Rücklagen seien dafür auch nicht gebildet worden.

Laut Bauer haben per 31. Juli dieses Jahres 114 kommunale Wohnungen im Stadtgebiet leer gestanden, das seien fast 31 Prozent des Bestandes. Der Block Lessingstraße 25 bis 28 in Geithain-West soll, wie berichtet, abgerissen werden - spätestens 2015, erklärte die Stadtchefin vorgestern. Für die beiden durch Rückbau bereits entstandenen Bauplätze in Geithain-West gäbe es bislang noch keine Interessenten. "Vielleicht könnte hier mal ein Zweieinhalb-Geschosser entstehen", so die Bürgermeisterin.

Nicht alle Häuser im Wohngebiet gehören der Kommune. Die Blöcke der ehemaligen Wohnungsgenossenschaft stehen im Eigentum eines Stuttgarter Unternehmens. "Die Zusammenarbeit stellt sich sehr schwierig da", erklärte die Stadtchefin.

Lediglich knapp 30 Einwohner waren ins Bürgerhaus gekommen, darunter viele Stadträte. Vielfältig war die Themenpalette bei der traditionellen jährlichen Einwohnerversammlung. Ausgehend von der Runde im Vorjahr ging Bauer auf das Parken in der Innenstadt, auf Hundekot und Ausgleichsbeträge ein. Sie berichtete auch über den Stand bei der Beseitigung von Hochwasserschäden. 18 Förderbescheide seien da, für drei weitere wären die Anträge gestellt. Darüber hinaus wären zehn Anträge auf Förderung in Arbeit.

Zum Hochwasserschutz gab es keine positiven Nachrichten aus dem Rathaus. Schwer verständlich sei für viele, dass ein gutes Jahr nach der Flut so wenig zu sehen sei, erklärte die Stadtchefin. Massive Kritik gibt es immer wieder am mangelhaften Pflegezustand der Eula in Geithain. Für November sei eine Gewässerschau angesetzt, erklärte Bauer. Sie hofft, dass in deren Folge noch einmal Unterhaltungsarbeiten bei der Landestalsperrenverwaltung (LTV) durchgesetzt werden können. "Aber das ist viel zu wenig", so die Bürgermeisterin.

In der vorjährigen Einwohnerversammlung hatte sie ein Hochwasserschutzprojekt gemeinsam mit Kohren-Sahlis und Narsdorf angekündigt (die LVZ berichtete). Doch dafür stehe nur eine 75-prozentige Förderung in Aussicht. Nach ersten Schätzungen würden jedoch schon die Kosten der Planung im sechsstelligen Bereiche liegen, für die Ausführung sogar im siebenstelligen. Im Hochwasserschutzkonzept der Landestalsperrenverwaltung habe Geithain keinerlei Priorität.

Nicht nur Wasser, sonder auch Unrat wird Anwohnern in der Altenburger Straße regelmäßig in die Grundstücke gespült (die LVZ berichtete mehrfach). Der geplante Ausbau der Eula sei gescheitert. "Die LTV hat Abstand genommen", so Bauer. Anwohner könnten Unterstützung beim Schutz für ihre Grundstücke erhalten. Außerdem sollen die hydraulischen Berechnungen auf den Prüfstand kommen, informierte die Stadtchefin. Sie sei mit dem Stand noch lange nicht zufrieden, erklärte sie.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.09.2014
Inge Engelhardt

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