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Geithain Genuss-Lauf mit Rundumbetreuung kommt bei Marathonis gut an
Region Geithain Genuss-Lauf mit Rundumbetreuung kommt bei Marathonis gut an
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22:01 13.11.2016
Anke Benkwitz und Steffi Träger (v.r.) haben die Getränke für die Läufer ihrer Gruppe schon bereitgestellt. Quelle: André Neumann
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Borna

Zehn Jahre, nachdem die Läufer aus dem Volkssportverein VSV 77 Borna einen geführten Marathonlauf angeboten hatten, ist dieser weit über die sächsischen Grenzen hinaus bekannt. Für die elfte Auflage ernteten die Organisatoren erneut viel Lob von den Teilnehmern.

Steffen Burkhardt aus Windischleuba ist schon mehrfach dabei gewesen. Er entscheidet sich kurz vor dem Start noch um, wechselt von der kleinen Gruppe, die die 42 Kilometer in dreieinhalb Stunden schaffen will, in die, die eine halbe Stunde eher losläuft, sich also vier Stunden vorgenommen hat. Schließlich soll der Landschaftslauf ein Genuss-Lauf sein.

Die Organisatoren tun jedenfalls äußerst viel dafür, dass ihre Gäste ein unbeschwertes Lauferlebnis haben. 17 Mitglieder und Freunde der Laufgruppe des VSV begleiten die 60 Frauen und Männer auf Fahrrädern. In mehreren Pkw sind weitere Betreuerteams unterwegs, die ihrer jeweiligen Gruppe vorauseilen und alle fünf bis sieben Kilometer eine mobile Versorgungsstation aufbauen. Eine Rettungswagenbesatzung wacht die ganze Zeit über auf und an der Strecke und im Stadion kümmern sich weitere Organisatoren darum, dass die Sportler im Rudolf-Harbig-Stadion auch vor und nach dem Lauf betreut werden.

Die Vier-Stunden-Gruppe ist mit fünf Männern und einer Frau eher klein. Das Gros der Läufer hat sich für fünf und viereinhalb Stunden entschieden. Unter den sechs ist mit Peter Massek (40) ein Tscheche, der in Oschatz arbeitet und über Freunde von dem Lauf erfahren hat, mit Jan Behnisch ein Dresdner, und Lothar Eichelbaum ist nördlich von Wittenberg zu Hause. Vorbei an Lekkerland geht es über die Autobahn hinaus zum Bockwitzer See. Marcus Frenzel (29) aus Kohren-Sahlis findet mit der Musik aus seinen Kopfhörern den Rhythmus. Sindy Kermer (30) plaudert während des Laufes gern mit einem der Fahrradbegleiter. Sie hat auf der Facebookseite ihrer Leipziger Laufgruppe von dem Bornaer Marathon erfahren. Die Halbmarathonspezialistin behält bis zuletzt ein Lächeln im Gesicht. Hinterher wird sie sagen: „Ich finde das total super, das wird mit so viel Leidenschaft organisiert.“

In Neukirchen hängen an einem Zaun aufgereiht alle Erinnerungs-T-Shirts der bisherigen Läufe und eine Gruppe von Gartenfreunden, die Familien Drescher, Schumann und Arnold, jubeln den Läufern zu.

Gartenfreunde um Klaus Arnold (l.) und Rosemarie Drescher (2. v. r.) begrüßen die Läufer in Neukirchen Quelle: André Neumann

Der eine oder andere nimmt auch gern die Einladung zu einem Glühwein an, den Klaus Arnold überm Feuer warm hält. Die Gute-Laune-Station geht auf Rosmarie Drescher zurück. Ihr Sohn Markus ist schon vor einer knappen Stunde hier vorbei gekommen. Er hat seit 2006 an allen Bornaer Marathons teilgenommen.

Weiter geht es in Richtung Wyhra, rüber nach Blumroda. Die Gruppe bleibt lange zusammen, obwohl sie einen Tick zu schnell unterwegs ist und schon in Lobstädt, nach rund zwei Dritteln der Strecke, die vor ihr Gestarteten sieht. Die Kälte an diesem Sonnabend – die Temperaturen in der Nähe der Seen knacken kaum noch die Null-Grad-Grenze – scheint einigen Läufern zuzusetzen. Die Vier-Stunden-Gruppe bleibt bald nur noch zu viert zusammen, auch aus anderen Gruppen fallen ein paar Läufer nach hinten raus.

Auf dem Dorfplatz in Haubitz machen Carlos (l.) und Philipp Ludwig (r.) und Volkmar Bieselin den Läufern mit ihren Schlagzeugen Mut für die letzten gut drei Kilometer. Quelle: André Neumann

Die Radbegleiter müssen jetzt, auf der großen Runde um den Hainer See und dem Rest der Strecke über Haubitz nach Borna zusehen, dass sie ihre Läufer nicht verlieren. Möglichst keiner soll allein bleiben, auch die letzten werden bis ins Ziel im Stadion begleitet.

Dort gibt es warme Duschen, Kuchen, Kaffee, Glühwein, Gegrilltes und Bier und bald ist die Welt für alle wieder in Ordnung. Für Elke Drexler war es der erste Marathon. Die 49-Jährige aus Dautphetal, einem Dorf bei Marburg in Hessen, hat erst im vorigen Jahr angefangen, längere Strecken zu laufen. Nach Borna ist die gebürtige Merseburgerin gekommen, weil das nah ihrer früheren Heimat ist und weil sie im Internet viel Gutes über diesen Lauf gelesen hatte. „Das hat sich alles bestätigt, es war ganz toll“, sagt sie.

Von André Neumann

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