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Geo im Vorstand vom Email-Verband

Geo im Vorstand vom Email-Verband

Die Geithainer Geo mbh ist laut ihrem Geschäftsführer Hagen Witruk europaweit das erste und einzige Emaillierwerk, das ein Blockheizwerk betreibt und sich zu hundert Prozent selbst mit Strom versorgt.

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Geo-Geschäftsführer Hagen Witruk mit der Plakette für nachhaltige Energiemodelle in der Wirtschaft.

Quelle: Jens Paul Taubert

Geithain. Das Unternehmen hat jetzt als eine von 13 deutschen Firmen das erstmals vergebene europäische Gütesiegel für nachhaltige Energiemodelle in der gewerblichen Wirtschaft erhalten. Diese Green-Blue-Energy(GBE)-Factory-Plakette wurde im Rahmen des 15. Italien-Stammtisches verliehen - im BMW-Werk Leipzig, das ebenfalls zu den Preisträgern gehört.

 

 

Die Geo Gesellschaft für Emaillierung und Oberflächentechnik mbH hat zwischen 2010 und 2013 drei Fotovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 955 Kilowattstunden Leistung (bei voller Sonne) in Betrieb genommen. Rund 4000 Module sind auf den Dächern der Hallen installiert. Das Blockheizwerk mit 350 Kilowattstunden Leistung wurde 2011 eingeweiht. Der Großteil des erzeugten Stromes sei für den Eigenbedarf, der Rest werde eingespeist, erklärt der Geschäftsführer. 2,1 Millionen Euro habe das Unternehmen in diesen Bereich insgesamt investiert, bis heute fast vier Gigawattstunden Strom produziert. Das entspreche in etwa dem Jahresverbrauch von 1300 Haushalten. Jährlich sei es so möglich, fast 1,15 Millionen Kilo Kohlendioxid einzusparen, erläutert Witruk. Solche Investitionen in neue Technologien seien ein Risiko. "Wichtig, dass das gewürdigt wird", freut sich der Unternehmer über die Plakette.

 

 

Grund zur Freude hatte der 43-Jährige auch, als der Deutscher Email-Verband (DEV) jetzt in Friedrichshafen zusammenkam. Hagen Witruk wurde einstimmig in den Vorstand gewählt. Unter dessen zwölf Mitgliedern vertritt er als einziger ein ostdeutsches Unternehmen und ist auch Alleinvertreter des Bereiches Behälteremaillierung.

Der Verband hat europaweit über 100 Mitglieder und setzt sich dafür ein, den Werkstoff Email zu fördern. Witruk gehört ihm seit der Wende an, engagiert sich seit Jahren im "Boilerausschuss". Teilweise leiste man dort sehr intensive Arbeit, erklärt der Unternehmer und bringt ein Beispiel: Die Deutsche Trinkwasserordnung soll 2015 verschärft werden, und der Ausschuss habe sich dafür eingesetzt, dass der Werkstoff Email weiter in der Trinkwasserversorgung eingesetzt werden kann.

 

 

Mit dem Angebot, im Vorstand mitzuarbeiten, sei man an ihn aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Geo mbH herangetreten, berichtet Witruk. Fast 40 Verbandsmitglieder waren bei einer Besichtigung des Geithainer Unternehmens im Vorjahr dabei, als der Verband in Dresden getagt hatte. Die Besucher hätten sich beeindruckt gezeigt von der Entwicklung der letzten zehn Jahre, berichtet der Unternehmer. Seine Firma hat derzeit 49 Mitarbeiter, vier davon seien dieses Jahr eingestellt worden. Die Geo steuert für 2014 einen Umsatz von über drei Millionen Euro an.

 

 

"Ich bin stolz auf meine Wahl und sehe mich in der Tradition der Geithainer Emailproduktion", erklärt der Unternehmer. Das Geithainer Werk wurde 1898 gegründet. Als 1931 der Verein Deutscher Emailfachleute in Leipzig entstand, war das Geithainer Emaillierwerk eines der drei Gründungsmitglieder. Der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens, Bernhard Magnussen, war von 1933 bis 1945 Vorsitzender des Verbandes, dessen Sitz bei Bombenangriffen auf Berlin vollständig zerstört wurde. So existieren kaum Unterlagen zur Geschichte. Nach dem Krieg hat sich der Verband in Hagen neu gegründet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.05.2014
Inge Engelhardt

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