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Geschichtsfreunde Kohren-Sahlis schauen auf zehn Jahre zurück

Geschichtsfreunde Kohren-Sahlis schauen auf zehn Jahre zurück

Am 5. Juli vor zehn Jahren wurde er aus der Taufe gehoben: der Verein „Kohrener Geschichtsfreunde. Anlass war damals vor allem die Vorbereitung der 550-Jahr-Feier der Töpferstadt 2003. Ein Gremium interessierter Leute hatte sich bis dahin sporadisch getroffen, um sich den geschichtlichen Ereignissen der Stadt und ihrer Ortsteile noch gründlicher zu widmen.

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Seit zehn Jahrne gibt es die Kohrener Geschichfreunde nun.

Quelle: Thomas Lang

Kohren-Sahlis. Doch der Verein nahm sich viel mehr vor – und ist bis heute aktiv. Zehn Gründungsmitglieder machten damals Nägel mit Köpfen, wählten zudem Ernst Bochmann und Günter Barthel zu Vereinsvorsitzenden. Das sind die immer noch. Acht Mitglieder zählt der Verein derzeit. Die treffen sich vier- bis fünfmal im Jahr, bereiten Veranstaltungen oder Veröffentlichungen vor. Der Rückblick auf diese zehn Jahre überraschte die Protagonisten des Vereins selbst. Es ist gewaltig, was an Aktivitäten zusammenkam, um dem in der Satzung formulierten Zweck des Vereins ordentlich Leben einzuhauchen. Man wolle vor allem die Geschichte erforschen, um Heimatliebe zu wecken, mithelfen, das kulturelle Erbe zu erhalten, Brauchtum zu fördern und ländliche Traditionen zu pflegen, hatte man sich damals auf die Fahne geschrieben. Das blieben keine leeren Versprechungen. „Wir haben zum Stadtjubiläum ein Buch veröffentlicht, das Maßgebliches aus der Geschichte unserer Stadt den Bürgern aufzeigt. Und auch den historischen Teil des Festumzugs vorbereitet“, benennt Günter Barthel Beispiele aus der ersten Zeit. Auch die Broschüre „Historische Stätten und Naturschönheiten im Kohrener Land“, die 2008 überarbeitet und mit weiteren Sehenswürdigkeiten aus Ortsteilen ergänzt wurde, legt Zeugnis vom Bemühen des Vereins ab, Einwohnern wie Besuchern Historisches näherzubringen. Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen fanden in diesen zehn Jahren statt, Heimatabende und -nachmittage, wo beispielsweise Geschichten über den Kohren-Sahliser „Hofrat“ erzählt oder an den ehemaligen Arzt Dr. Steudner erinnert wurde. Geologische Wanderungen wurden in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Geithain ebenso organisiert wie Verbindungen zur Julius-Mosen-Gesellschaft in Mariney geknüpft, um das Andenken des auch einige Zeit in Kohren-Sahlis lebenden und wirkenden Dichters zu würdigen. Mehrere Informationsabende – auch mit Rezitationen seiner Gedichte oder Gesang der Kohrener Burgsänger – wie auch eine Ausstellung wurden organisiert. „Eine Veranstaltungsreihe hieß ,In der Chronik geblättert‘, wo wir in Worten und Bildern an prägnante Dinge unserer Stadtgeschichte erinnerten. Oder es gab Abende zu Sagen und Geschichten im Kohrener Land“, sinniert Ernst Bochmann in Sachen Rückschau. Dem 170-jährigen Bestehen des Schwindsaals wurde im Zusammenhang mit dem 200. Geburtstag von Mendelssohn Bartholdy ebenso gedacht wie dem verdienstvollen Wirken der Familie Crusius. Der Verein war auch spiritus rector, um auf dem Kohrener Friedhof Denkmale zu erhalten oder neu zu schaffen, die an die Opfer des 2. Weltkriegs und der Gewalt erinnern. Die Mitglieder machten sich stark für die dringend nötige Restaurierung des Töpferbrunnens, initiierten Infotafeln an prägnanten Gebäuden der Stadt und und und. „Es ist schön, dass wir dabei auch zahlreiche Partner an unserer Seite wussten – von Dr. Heiko Franke, dem einstigen Direktor der Evangelischen Heimvolkshochschule, über den Geithainer und Frohburger Heimatverein bis zum Leipziger Geschichtsverein. Wir acht Mitglieder hätten das sonst niemals allein stemmen können“, so Barthel. An Ideen und Vorhaben, was man künftig auf die Beine stellen will, mangelt es auch nach zehn Jahren nicht. Vorbereitet wird derzeit eine Publikation zur Kohrener Schulgeschichte und man ist dabei, zu Bodenfunden aus vergangenen Jahrhunderten entsprechende historische Details zu erkunden. Langeweile jedenfalls kommt im Verein gewiss nicht auf.

Thomas Lang

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