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Geithain Gesperrte Kreisstraße Meusdorf - Rathendorf soll dieses Jahr ausgebaut werden
Region Geithain Gesperrte Kreisstraße Meusdorf - Rathendorf soll dieses Jahr ausgebaut werden
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17:44 30.03.2011
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. Dafür setzt der Landkreis alle Hebel in Bewegung. Das ist die gute Nachricht, die Siegmund Mohaupt, Bürgermeister von Kohren-Sahlis, den Stadträten Dienstagabend überbringen konnte. Die schlechte: Die Trasse bleibt vermutlich das ganze Jahr dicht – bis zum Bau wegen der Löcher, dann für den Ausbau.

„Wenn wir zeitnah die Zustimmung der Kreisräte zum Bau sowie die Fördermittelzusage bekommen, wäre ein Baustart schon im Juli möglich. Bei optimalem Bauverlauf könnte die Maßnahme bis Ende des Jahres abgeschlossen sein", erklärte gestern auf LVZ-Nachfrage Klaus-Jürgen Linke, 1. Beigeordneter des Landkreises.

Derzeit arbeite die Kreisverwaltung parallel, erläuterte deren Pressesprecherin Brigitte Laux. Zum einen werden die Unterlagen vorbereitet, um die Zustimmung der Kreisräte zu den Eigenmitteln für den Straßenbau zu erhalten. Gleichzeitig werde auch der Fördermittelantrag gestellt – mit dem Antrag auf vorzeitigen Maßnahmebeginn. „Es wird keine Veränderung der Straßenführung oder -breite geben. Geplant ist: Aus alt mach neu", erklärte Laux.

Zunächst werde sich der Bauausschuss des Landkreises mit dem Thema befassen, hatte Mohaupt im Stadtrat erläutert, ein zügiger Kreistagsbeschluss werde angestrebt. „Ich hoffe auf das Verständnis der Anwohner, dass dieses Jahr keine Öffnung mehr erfolgt", so der Bürgermeister.

Das bekräftigte gestern auch die Kreisverwaltung: „Die Straße soll gesperrt bleiben, da wir aufgrund des schlechten Zustandes das Risiko von Personenschäden nicht eingehen wollen", so die Sprecherin. Ausnahmegenehmigungen würden daher nur erteilt, wenn jemand die Straße zwingend befahren müsse. Das betrifft beispielsweise den Schülerverkehr oder Landwirtschaftsbetriebe, deren Felder unmittelbar an der Trasse liegen.

Die Stadt Kohren habe alle denkbaren Institutionen für eine schnelle Lösung eingeschaltet, informierte Mohaupt in der Sitzung. Er hatte auch die Brückenübergabe am Vortag in Gnandstein genutzt, um intensive Gespräche zur Straßenproblematik zu führen.

Seit Montag ist die Kreisstraße zwischen Rathendorf und der Bundesstraße 95, wie berichtet, dicht. Auf etwa 60 Prozent der Trasse komme es zu Auflösungserscheinungen, die Verkehrssicherheit und ein gefahrloses Passieren seien nicht mehr gegeben. Betroffen von der Sperrung sind in erster Linie die Gemeinden Jahnshain und Meusdorf, die beide nicht mehr auf direktem Weg von Rathendorf und von der B 95 angefahren werden können. Doch auch Rathendorfer fahren nun Umleitung. Schließlich müsse die Tangente zur künftigen Autobahn zur Verfügung stehen, damit die Autos nicht durch die kleinen Orte fahren, so Mohaupt.

Auch in Obergräfenhain rege sich Widerstand, verwies in der Sitzung Thomas Pohling, Stadtrat und Jahnshainer Ortsvorsteher. „Wir müssen alle darum kämpfen, dass das so schnell wie möglich durchgezogen wird, dass eine entsprechende Meinungsbildung im Kreistag erfolgt." Kritik übte Pohling am Informationsfluss. Obwohl im Landratsamt schon alles ausgearbeitet gewesen sei, wären Stadt und Ortschaftsrat nicht informiert worden. Da komme das Gefühl auf „wir sind das 5. Rad am Wagen", so Pohling. Zudem verwies er auf einen sehr schadhaften Abschnitt in der Umleitungsstrecke, die Kraftfahrer nun notgedrungen fahren müssten. „Wir haben uns das heute angesehen. Eine erste Notvariante mit Schlaglochflickung ist in Arbeit", versicherte Mohaupt Dienstagabend.

Inge Engelhardt

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