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Geithain Gewerbepark: Frohburg wartet auf Vertrag
Region Geithain Gewerbepark: Frohburg wartet auf Vertrag
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11:06 12.03.2019
Noch ist es Wiese: Einst wollte hier Müller-Milch ein Industriegebiet am Schönauer Kreuz entwickeln. Jetzt bekundet die Gewerbepark Frohburg GmbH diese Absicht. Quelle: Jens Paul Taubert
Frohburg/Schönau

Eine Server-Farm oder ein Big-Data-Center errichten will eine eigens zu diesem Zweck gegründete Gewerbepark Frohburg GmbH nahe Schönau: Darüber informierte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) im April 2018.

Der städtebauliche Vertrag, der für eine solche Investition Grundlage ist und der binnen eines halben Jahres geschlossen werden sollte, sei bisher aber nicht zustande gekommen, sagte er nun ein knappes Jahr später. Die Stadt werde ohne einen solchen Vertrag ihre Aktivitäten zu diesem Vorhaben einstellen. Der Stadtrat folgte dieser Auffassung und formulierte deshalb eine Klarstellung zum Aufstellungsbeschluss Gewerbepark Frohburg.

Frohburg gibt keine Auskünfte mehr

Ohne Vertrag „keine Auskünfte zur Schaffung von Baurecht“ auf dem 56 Hektar großen Grundstück am Schönauer Kreuz, das einst Müllermilch entwickeln wollte – auf diese Formel bringt es Frohburg jetzt. Prämissen für die Überplanung des Areals seien eine Bestätigung des städtebaulichen Vertrages durch den Stadtrat, die Sicherstellung, dass der Kommune keinerlei Kosten bei der Planung und Erschließung entstünden, und die Übernahme des Planungsrisikos durch das in Stuttgart ansässige Unternehmen. Der Aufstellungsbeschluss von 2018 bleibe in Kraft.

„Die Vorgehensweise der Stadt ist völlig richtig“, sagte Andreas Mertin (Linke), zugleich Ortsvorsteher von Nenkersdorf/Schönau. Der Ortschaftsrat unterstütze diesen Kurs. Gegen die Pläne des Unternehmens spreche nichts, sofern sich die Planungen an den Prämissen orientierten, die die Bürgerinitiative nach 2002 im Ringen mit Müllermilch habe durchsetzen können.

Immobilie wird beworben

Der Bürgermeister gab seiner Verwunderung darüber Ausdruck, dass das in Unternehmen trotz ausstehenden Vertrags „den Standort Gewerbepark Frohburg/OT Schönau überregional intensiv“ bewerbe. So weist etwa die Wirtschaftsförderung des Landkreises Leipzig auf der Homepage der Wirtschaftsregion Leipzig-Halle auf das Objekt unter „Energiepark an der A 72“ hin – „besonders geeignet für hochenergieintensive Betriebe wie Big-Data-Center Batteriezellenfertigung, Presswerk“.

Eine Bitte der LVZ um Informationen zu diesem Vorhaben hatte das Unternehmen bereits 2018 telefonisch abgelehnt.

Von Ekkehard Schulreich

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