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Geithain Glanz- und Schlusspunkt des Geithainer Orgelsommers
Region Geithain Glanz- und Schlusspunkt des Geithainer Orgelsommers
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16:13 08.08.2010
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. Er hatte sich mit Erfolg um die grundlegende Restaurierung des Instrumentes bemüht. Einer, der beides hoch schätzt, ist der junge Kantor Janko Bellmann, der mit einem über die Jahrhunderte gespannten musikalischen Bogen einen Glanz- und Schlusspunkt setzte.

Nicht nur Bachs Choralbearbeitung und Michael Schütz‘ Popstücke für die Orgel, sondern vor allem Bellmanns Improvisationen gefielen. Sie zeigten die Klangfülle und Vielfarbigkeit dieser Orgel. „Es war überwältigend", sagte deshalb auch Heike Baus aus Leipzig, die mit ihrem Mann Helfried extra wegen dieses Orgelsommer-Konzertes nach Geithain gekommenj war. Und wegen der Nikolaikirche, die sie in der Vergangenheit mehrfach vergeblich zu besichtigen versucht hatten. Das holten beide und zahlreiche andere Konzerbesucher im Anschluss an die Veranstaltung nach. 

Wobei der Begriff Anschluss nicht ganz trifft, denn Führungen durch die Kirche und die unterirdischen Gänge im Kirchberg gehören zum Konzept dieser Veranstaltungsreihe. Letzteres ist der Part von Kirchner Ralf Niemann, der immer wieder gern Geithainern wie Auswärtigen die Geheimnisse und Anekdoten dieser Unterwelt vorstellt. Und wenn es japanische Touristen nicht zu einem Besuch des Orgelsommers schafften; in den Gängen schauten sich sehr wohl einige um.

Wegen der Orgel waren Christa und Werner Georgi aus Frohburg nach Geithain gekommen, und das nicht zum ersten Mal. „Wir hören gerne Orgelmusik", sagten sie. Mehrfach ließen sie bei Konzerten auch die Silbermann-Orgel in Rötha auf sich wirken. Besuchten im Schnitt 40 Gäste die fünf Veranstaltungen des Geithainer Orgelsommers 2010, wurde vorgestern ein enormer Besucherzuwachs erreicht: Unmittelbar nach den ersten Klängen des Instrumentes strömte unverhofft eine größere Gruppe ins Kirchenschiff, sodass die Zahl der Besucher bei mehr als 60 lag. Für Janko Bellmann ein guter Grund, an eine Fortsetzung des Orgelsommers im kommenden Jahr zu denken. Die Idee dazu hatte er von seinem Vorgänger im Kantorenamt übernommen und sie weiterentwickelt. „Wir wollen in der Ferienzeit den Menschen aus der Region und von weiterher die Schönheit unserer Orgel zeigen und das mit einer Führung verbinden", sagte er. Unterstützer zu finden, war nicht schwer. Gotthold Müller gastierte doppelt in diesem Jahr, einmal unterstützt durch die Sopranistin Sarah Kaulbarsch. Hans-Werner Kühn und Stephan Thane aus Geithain gehören traditionell zum Kreis der Organisten in St. Nikolai. Aus gutem Grund, denn, so Bellmann: „Es ist eine Orgel mit vielen Raffinessen." Was vorgestern deutlich erlebbar war.

Ekkehard Schulreich

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