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Geithain Glasten: Gemeinsame Kläranlage gegen Zahlung von 2400 Euro Baukostenzuschuss
Region Geithain Glasten: Gemeinsame Kläranlage gegen Zahlung von 2400 Euro Baukostenzuschuss
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13:58 16.01.2012
Die Gruppenanlage in der Schönbacher Straße ist inzwischen betriebsbereit.
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Glasten

„Die Kanalbauarbeiten sind im Wesentlichen abgeschlossen, und die Kläranlage ist betriebsfähig", sagt Verbands-Geschäftsführer Lutz Kunath. Fünf Grundstücke seien bereits angeschlossen. Alle anderen Eigentümer „haben von uns die Aufforderung bekommen, ihr Grundstück binnen drei Monaten nach Fertigstellung umzubinden. Wir gehen davon aus, dass das bis Ende März erfolgt ist."

Allerdings erfolgte der Anschluss für die Anlieger nicht zum Nulltarif. Sie haben sich pro Grundstück mit 2400 Euro am Bau der Anlage und der Kanäle zu beteiligen. Hinzu kommen nach Kunaths Worten rund 1500 Euro für den eigentlichen Hausanschluss. Die Begeisterung sei angesichts dessen begreiflicherweise gedämpft, sagt Ortsvorsteher Andreas Dathe. Wie in Ebersbach oder Ballendorf auch hatten sich die Einwohner mit Verweis auf das Solidarprinzip ursprünglich dafür ausgesprochen, dass der Versorgungsverband selbst investiere - ohne eine Baukostenzuschuss zu verlangen. Damit hatten sie keinen Erfolg. Dathe betont deshalb, die Gruppenanlage habe nicht der Verband bezahlt: „Finanziert wurde die dank Fördermitteln und durch die Anlieger selbst." Die Rechnung, die Lutz Kunath aufmacht, unterscheidet sich davon. Die Kläranlage koste 38 000 Euro, weitere 45 000 Euro habe man für die Kanäle bezahlt. Die Planungskosten beliefen sich auf 6000 Euro. „Die Sächsische Aufbaubank stellt für das Vorhaben voraussichtlich Fördermittel in Höhe von 13 400 Euro bereit", so der Geschäftsführer.

Die Gruppenkläranlage befindet sich auf dem Areal des Dorfgemeinschaftshauses. Angeschlossen ist auch dieses kommunale Gebäude. An einer Lösung, die das gesamte Dorf betrifft, wird derzeit im benachbarten Ballendorf geplant. Auch hier kalkuliert der Versorgungsverband mit einem Baukostenzuschuss der Grundstückseigentümer, die das aber schon im Frühjahr 2011 ablehnten. „Auf den bisherigen Beratungen wurde über dieses Thema nicht gesprochen", sagt Werner Tischer, der stellvertretende Ortsvorsteher.

Ekkehard Schulreich

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