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Geithain Glasten: Kanalbau bis Jahresende, Straßenbau bis zum Sommer 2012
Region Geithain Glasten: Kanalbau bis Jahresende, Straßenbau bis zum Sommer 2012
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12:50 22.09.2011
Mitarbeiter der Firma Reif sind in der Schönbacher Straße bei der Arbeit. Quelle: Jens Paul Taubert
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Glasten

Die Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain erneuern Wasserleitung und Mischwasserkanal, errichten eine Gruppenkläranlage für 13 Grundstücke. Landkreis und Stadt Bad Lausick schließen sich an mit Straßen- und Gehwegbau und neuer Straßenbeleuchtung.

650 Meter Mischwasserkanal, der das Regenwasser der Grundstücke und die Straßenentwässerung aufnehmen soll, müssen in der Schönbacher Straße in die Erde. Hinzu kommen knapp 500 Meter Wasserleitung. Errichtet wird auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses zudem eine biologische Gruppenkläranlage, die 30 Einwohner-Gleichwerte groß ist und an die 13 Grundstücke angeschlossen werden; nötig dafür sind weitere 150 Meter Schmutzwasserleitung. Diese Zahlen zeigen es: Was die Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain hier in den kommenden Wochen, möglichst ehe der Winter kommt, umsetzen wollen, ist ambitioniert. „In der Schönbacher Straße wird auch der Querschnitt des Kanals vergrößert, um Rückstau-Probleme, wie es sie in der Vergangenheit gab, künftig auszuschließen", sagt Thorsten Mahler, Bereichsleiter Investition bei der Oewa GmbH. Ziel sei es, diese Arbeiten bis zum Jahresende abzuschließen. „Das ist auf jeden Fall eine Herausforderung. Aber wir konnten ja erst beginnen, nachdem die Bauarbeiten in der Lausicker Straße beendet waren."

Die Baustelle Schönbacher Straße war Thema im Glastener Ortschaftsrat. Anwohner befürchten, dass beim Ausbau möglicher Starkregen keine Berücksichtigung findet. „Bei einem großen Gewitterguss läuft das Wasser von den Feldern", mahnte Hans Erler. „Es darf nicht sein, dass dann die Keller absaufen", sagte Jens Pester. „Beim Baureport vor 14 Tagen wurde darauf noch einmal hingewiesen", sagte Ortsvorsteher Andreas Dathe.

Für die Beseitigung dieses Wassers seien zwar weder die KWW noch der Landkreis zuständig, beide müssten aber den Untergrund und dessen mögliche Gefährdung berücksichtigen. Nicht umsonst werde für das Straßenplanum beidseitig der Straße eine Drainage zur Ableitung von Schichtenwasser verlegt, damit das Planum, welches die Lasten der Straße aufnehmen muss, trocken gehalten werde und seine Standfestigkeit gewahrt bleibe, erläuterte Mahler. Das Drainagewasser werde dann in den Vorfluter geleitet. Mahler bestätigte auf LVZ-Rückfrage, dass man dieses Thema im Blick habe: „Wir lösen das. Die Anwohner können beruhigt sein."

Offen ist eine Frage zur Straßenbeleuchtung in der Schönbacher Straße. Anlieger kritisierten, dass nach Mitternacht das Licht verlösche, obwohl es schon bei Helligkeit nicht leicht sei, heil über die Baustelle zu den Grundstücken zu gelangen. Und was passiere, wenn im Zuge des Baufortschritts die bisherigen Masten entfernt würden - herrsche dann bis zur Inbetriebnahme der neuen über mehrere Winterwochen hinweg schon ab 17, 18 Uhr völlige Dunkelheit? Dazu konnte der Bad Lausicker Bürgermeister Josef Eisenmann ad hoc keine Aussage treffen. Er sagte eine Prüfung zu.

Der Landkreis Leipzig, der in die Fahrbahn, den Ausbau der Einmündung Parthenstraße und den Neubau der Brücke über die Parthe 620 000 Euro investiert, rechnet mit einer Gesamtbauzeit bis Juli 2012. Um dem Schulbus das Wenden zu ermöglichen, sollen Kreuzung und Brücke erst im nächsten Jahr begonnen werden. Dass sich das gemeinsame Ausschreiben und Bauen in den drei großen Straßenabschnitten in Glasten bewährt habe, darin sind sich Kreis und KWW einig. Synergieeffekte kämen zum Tragen, sparten Geld und Zeit, sagte Thorsten Mahler: „Das ist wirklich eine vernünftige Geschichte."

Ekkehard Schulreich

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