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Glasten bekommt neues Feuerwehrauto – doch Depot-Umbau stockt

Bad Lausick Glasten bekommt neues Feuerwehrauto – doch Depot-Umbau stockt

Wenn am Sonnabend in Glasten die Seifenkisten vom Kirchberg brettern, gibt es gewiss auch dieses Gesprächsthema: der Umbau des Depots, mit dem es seit ein paar Wochen nicht mehr voran geht. Die Ehrenamtlichen haben schon mehrere Hundert Stunden geleistet, doch jetzt klemmt es. Zu verantworten haben sie das nicht.

Machet auf das Tor: Mit dem, was sich dahinter verbirgt, ist Wehrleiter Karsten Dathe keinesfalls zufrieden. Die Kameraden wären mit dem Um- und Ausbau gerne schon viel weiter.

Quelle: Jens Paul Taubert

Bad Lausick/Glasten. Hoch motiviert gingen die Kameraden der Glastener Feuerwehr im April an den Umbau ihres Gerätehauses. Die Fahrzeughalle sollte abgetrennt, Duschen und Toiletten, bisher nicht vorhanden, endlich eingebaut werden. Bis November, wenn das nagelneue Löschfahrzeug anrollt, sollte alles fertig sein. Ein Quantensprung in der 77-jährigen Feuerwehrgeschichte. 300 Arbeitsstunden wurden geleistet, doch im Juli geriet das Vorhaben ins Stocken. Weil der Haushalt der Stadt Bad Lausick noch nicht genehmigt ist, fließen Gelder nicht. Aufträge können nicht ausgelöst werden.

Feuerwehrleute kommen beim Umbau des Gerätehauses nicht weiter

„Wir kommen nicht mehr vorwärts. Und daran wird sich bis Mitte September wohl nichts ändern“, sagt Wehrleiter Karsten Dathe. Und das, obwohl die Ehrenamtlichen nicht nur mit ihrer Muskelkraft, sondern auch finanziell in Vorleistungen gingen. „Die Stadt besorgt das neue Fahrzeug, hieß es – und wir haben gesagt: Passt auf, dann bauen wir das Haus um. Das ist immer noch unser Plan.“ Aber die Euphorie, bei einer Einwohnerversammlung im März förmlich mit Händen zu greifen, hat mindestens einen Dämpfer erhalten.

Eine allen DIN-Vorschriften genügende Unterstellmöglichkeit für das 172 000 Euro teure Fahrzeug, das den alten Benz ablöst, herzurichten, „das schaffen wir auf jeden Fall. Wir hätten im selben Atemzug auch gern die Sanitärräume fertig gestellt“, sagt Dathe namens seiner 17 aktiven Kameraden, der 22-köpfigen Jugendwehr, der agilen Altersabteilung. Seit dem Baustart lagern die Aktiven ihre Einsatzbekleidung zu Hause, haben sie, zum Päckchen gepackt, griffbereit in Flur oder Garage liegen. Ob die Hilfe nach einem Unwetter oder nach zwei Verkehrsunfällen: Dieser Art zu improvisieren, sie funktioniert.

In der Halle wurde ein neuer Fußboden verlegt, eine Trockenbauwand hochgezogen. Während der Holzwurm in den Hallentoren neue Gänge frisst (kein Witz!), wartet der Betrieb, der die neuen Tore und neue Fenster bauen soll, auf grünes Licht. Doch die Förderung dafür ist nicht bestätigt. „Mündlich haben wir die Zusage, schriftlich haben wir nichts“, umreißt der Wehrleiter das Dilemma. Sechs Wochen brauche die Herstellung von Toren und Fenstern. Der Einbau des Sanitärtraktes gewiss noch länger. Freuen würden sich die Kameraden, wenn ihr im Frühjahr veröffentlichter Spendenaufruf deutlicher Früchte trüge: „Da hatten wir uns ein bisschen mehr versprochen.“

Bürgermeister: Etat dürfte Ende August genehmigt sein

Was die Glastener Kameraden – obendrein zu ihrem ehrenamtlichen Dienst im Interesse der Dorfgemeinschaft – schaffen wollen, ist alles andere als Luxus. Anders als der störanfällige, permanent überladene Oldtimer hat das neue Mittlere Löschfahrzeug 1000 Liter Wasser an Bord. Es verfügt über eine sogenannte Schnellangriffseinrichtung. Damit wird es möglich, im Brandfall schnell und konsequent zu reagieren. Denn die Löschwasser-Versorgung ist in Teilen des Dorfes seit Langem ein Problem. Aktuell sind lange Schlauchtrassen nötig, um im Falle eines Brandes Wasser heranzuführen. Das neue Glastener Fahrzeug verfügt zudem über Ausrüstungen, um im Falle eines Anschwellens der den Ort durchziehenden Parthe entsprechend intervenieren zu können.

„Wir wissen sehr zu schätzen, wie sich die Glastener ins Zeug legen“, sagt der Bad Lausicker Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos). Er gehe davon aus, dass der Etat Ende August genehmigt sei und dann auch der Förderbescheid vorliege. So lange müsse man warten. „Fenster und Tore lassen sich auch dann noch rechtzeitig einbauen, wenn sie Ende August bestellt werden.“

Von Ekkehard Schulreich

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