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Glückwünsche für älteste Frohburgerin: Gerda Berger wird 102 Jahre alt

Senioren Glückwünsche für älteste Frohburgerin: Gerda Berger wird 102 Jahre alt

Ihr Leben ist ein Spiegelbild des vorigen Jahrhunderts. Gerda Berger ist die älteste Einwohnerin von Fraundorf und damit von Frohburg. Sie hat zwei Weltkriege erlebt und musste persönliche Verluste verarbeiten. Sie ist noch rüstig, aber die viele Gratulanten sorgten dann doch für Aufregung.

Gerda Berger (4.v.l.) mit den Gratulanten, unter ihnen Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW).

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg/Frauendorf. Dass sie plötzlich im Mittelpunkt stand, das war Gerda Berger am Dienstagvormittag gar nicht so recht. Als dann noch der Frohburger Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) klingelte, um ihr zum 102. Geburtstag zu gratulieren, war ihre Überraschung komplett – und sie freute sich, dass dieses Jubiläum durchaus Aufmerksamkeit fand. „Wir werden am Wochenende mit ihr im engsten Familienkreis und mit den Nachbarn ein bisschen feiern“, sagte Schwiegertochter Ingrid Berger, bemüht, der Jubilarin eine allzu große Aufregung zu ersparen.

Gerda Berger, geboren in jenem Jahr, in dem der Erste Weltkrieg begann, ist die älteste Frauendorferin und auch die Älteste, die in Frohburg lebt. Ihr geht es, wie es eben geht, wenn man mehr als ein Jahrhundert erlebt hat: mal besser, mal nicht so prächtig. Dreimal in der Woche fährt sie nach Geithain in das Seniorenheim Am Stadtpark, wo sie in der Tagesbetreuung unter Menschen ist, wo sie sich beschäftigen und austauschen kann. Ansonsten kümmert sich die Familie um die Hochbetagte, sorgt dafür, dass sie sich wohl fühlt.

Ihr Leben ist wie das 20. Jahrhundert eines mit Brüchen. Gerda Berger verlor die Eltern früh, ihren ersten Mann im Zweiten Weltkrieg. 1948 zog sie, in Oberfrankenhain geboren, mit ihrem zweiten Mann nach Hermsdorf, einen Ortsteil von Frauendorf. Sie arbeitete in der Landwirtschaft, zog drei Söhne groß, hat sechs Enkel, vier Urenkel.

Der LVZ fühlte sie sich über viele Jahre verbunden – nicht nur als Leserin, denn schon vor ihrem 100. Geburtstag war sie mehrfach auf Fotos im Blatt, etwa als ihre alte Frankenhainer Schule ihr Hundertjähriges feierte und sie als älteste Schülerin von einst, der das noch möglich war, beim Jubiläum vorbeischaute.

Von Ekkehard Schulreich

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