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Geithain Gnandsteiner Verein packt am Sportlerheim an
Region Geithain Gnandsteiner Verein packt am Sportlerheim an
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11:57 14.03.2019
Die SG Gnandstein will ihr Sportlerheim auf Vordermann bringen. Quelle: Ekkehard Schulreich
Frohburg/Gnandstein

Ihr 70-jähriges Bestehen nimmt die Sportgemeinschaft Gnandstein 49 zum Anlass, um das Vereinsgebäude auf dem Sportplatz am Fuße der Gnandsteiner Burg in Ordnung zu bringen. Dabei nutzt der Verein, der 120 Mitglieder zählt, nicht nur Fördermittel der Leader-Region Land des Roten Porphyrs. Er stellte zudem im Frohburger Rathaus den Antrag auf eine finanzielle Unterstützung. Immerhin werden die Gesamtkosten auf mehr als 41.000 Euro veranschlagt. Bei den Stadträten und bei Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) traf der Verein damit auf offene Ohren.

Sportlerheim in Eigenleistung gebaut

„Unser Gebäude wurde in den Jahren 1984/85 in Eigenleistung errichtet“, formulierte Vereinschef Fred Pohl in seinem Schreiben an die Kommune. „Wir haben bisher alle Kosten zur Erhaltung, Modernisierung und zum Betrieb des Gebäudes sowie die Pflege der Sport- und Außenanlagen selbst getragen.“ Das Gebäude werde beinahe täglich für das Training und für den Wettspielbetrieb genutzt. Darüber hinaus diene es dem Heimat- und Gesellschaftsverein als Domizil für Versammlungen und Veranstaltungen. Die Immobilie habe eine große Bedeutung für das Dorfleben, so Pohl: „Unser Verein ist tief in Gnandstein verwurzelt und trägt in großem Maß zur Erhaltung des Gemeinschaftslebens bei.“

Dach, Fassade, Türen und Weg erneuern

Um das Gebäude auch künftig nutzen zu können, brauche es ein neues Dach, so der Vorstand. Die Wellasbest-Platten müssten abgenommen und entsorgt werden. Das Haus brauche eine neue Tür; die Fassade müsse repariert und gemalert werden. Zudem wolle man den Weg neu herrichten. Mit all dem sichere der Verein nicht nur die Substanz, sondern senke die Betriebskosten und werte das historische Ortsbild auf. Die Leader-Förderung beträgt 28.800 Euro. Die Stadt Frohburg schießt nun 8200 Euro zu, sodass sich der Eigenanteil des Vereins auf 4200 Euro reduziert.

Gnandsteiner Engagement im Stadt-Interesse

„Durch die Eigeninitiative des Sportvereins zur Vorbereitung der geplanten Maßnahme sowie durch die bewährte Unterhaltung von Sportplatz und Sportlerheim wird die Stadtverwaltung deutlich entlastet“, sagte der Bürgermeister. Es liege im kommunalen Interesse, dem Verein dabei zur Seite zu stehen. Nicht zuletzt kümmere der sich auch um die Pflege des benachbarten Rastplatzes für Ausflügler, den Kohren-Sahlis 2010 dank Fördermitteln errichtet hatte. Zudem werde das Gebäude als Wahllokal genutzt. Außerdem müsse man beachten, dass die Investition eine Immobilie betreffe, die der Kommune gehöre; sie sei an den Verein verpachtet.

Stadtrat bestätigt Förderung für Verein

Der finanzielle Aufwand wäre für die Stadt erheblich höher, würde sich der Verein nicht kümmern, so Hiensch. Dieses Engagement erlaube eine Förderung in dieser Höhe: „Stadt und Verein sollten an einer weiteren langfristigen und guten Zusammenarbeit und der Erhaltung der Sportstätte und des Sportlerheims interessiert sein.“ Der Stadtrat sah das nicht anders – und stimmte einhellig zu.

Von Ekkehard Schulreich

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