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Geithain Gnandsteiner setzen sich durch: Straße wird nur saniert
Region Geithain Gnandsteiner setzen sich durch: Straße wird nur saniert
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08:00 15.10.2016
Blick auf Burg Gnandstein. Die Kreisstraße durch Gnandstein wird nun doch nicht grundhaft ausgebaut. Quelle: Jens Paul Taubert
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Kohren-Sahlis/Gnandstein

Nach einer anderthalbjährigen Auseinandersetzung erreichten der Gnandsteiner Ortschaftsrat und die Stadt Kohren-Sahlis ihr Ziel: Der Landkreis Leipzig verzichtet darauf, einen Teil der Kreisstraße grundhaft auszubauen. Eine Maßnahme, die mit einer erheblichen Verbreiterung der Straße vor allem in der Kurve nahe der Dorfkirche verbunden gewesen wäre. Die Gnandsteiner hatten sich unter anderem mit einer Unterschriften-Sammlung gegen diese Pläne gewehrt.

Sie halten sie für überdimensioniert, fürchteten aufgrund der großen Eingriffe um ihr historisches Ortsbild und dass eine derart ausgebaute Fahrbahn zu unangemessen schnellem Fahren verleitet. Der Ausbau zwischen der Wyhra-Brücke am Fuße der Burg und dem Ortsausgang Richtung Dolsenhain hatte sich 2015 an die im Dorf durchgeführten Kanalarbeiten des Abwasserzweckverbandes Wyhratal anschließen sollen. Das hätte einiges an Kosten gespart. Da man sich aber nicht einigte, sah sich der Verband gezwungen, die Straße mit einer provisorischen Decke zu versehen. Die – das liegt in deren Natur – so nicht bleiben kann.

„Der Landkreis Leipzig nimmt nunmehr von dem Vorhaben des grundhaften Ausbaus einschließlich der Errichtung eines separaten Gehweges Abstand“, sagt Brigitte Laux, Sprecherin des Landratsamtes, auf LVZ-Nachfrage. Eine solche Gemeinschaftsmaßnahme könne nur einvernehmlich mit der Stadt Kohren-Sahlis durchgeführt werden, die jedoch einen grundhaften Ausbau ablehne und stattdessen eine Erneuerung im Bestand favorisiere.

Der Landkreis sei bei einem grundhaften Ausbau an Richtlinien gebunden, unter anderem aus Gründen der Verkehrssicherheit. Ein schlichterer Ausbau als der geplante sei deshalb nicht möglich, und für den gebe es auch die dafür ins Auge gefasste Förderung nicht. Kreis und Stadt seien deshalb überein gekommen, „lediglich eine Deckensanierung vorzunehmen. Der Landkreis wird die Fahrbahnerneuerung entsprechend der Dringlichkeit als geplante Instandsetzungsmaßnahme einordnen und realisieren.“ Was nichts anderes heißt als: Bauen ja, aber wann, ist offen. Die Instandsetzungen für 2017 seien bereits geplant, sagt Laux. Man müsse jetzt sehen, ob und wie man da Gnandstein zusätzlich unterbringe.

Den grundhaften Ausbau abzublasen, „ist auf jeden Fall der Wille der Bevölkerung und des Ortschaftsrates in Gnandstein und demzufolge auch unser und mein Wille“, sagt der Kohren-Sahliser Bürgermeister Siegmund Mohaupt (CDU). Er sei froh, eine Einigung erreicht zu haben, und darüber, dass auch die Sanierung der Straße förderfähig sei. „Die Dringlichkeit der Maßnahme sehe ich auf jeden Fall im Jahr 2017, denn der jetzige Zustand wird nach dem Winter nicht besser werden.“

Von Ekkehard Schulreich

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