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Gnandsteiner wollen neues Mahnmal für Weltkriegstote errichten

Spendensuche Gnandsteiner wollen neues Mahnmal für Weltkriegstote errichten

Ein Denkstein an der Mauer der Gnandsteiner Kirche erinnert an jene Männer aus Gnandstein, Wüstenhain und Dolsenhain, die als Soldaten "im Weltkrieg" ihr Leben verloren. Das Attribut erster erhielt der Krieg später, nach den noch größeren Verheerungen des zweiten Weltenbrandes.

Dieser Denkstein erinnert in Gnandstein an die Gefallenen des ersten Weltkrieges.

Quelle: Privat

Kohren-Sahlis/Gnandstein. An jene aus den drei Dörfern, die dabei starben, mahnt keine Tafel, kein Stein. Dabei sind die Bemühungen um eine Stele schon viele Monate alt. Seit 2013 bereits bemühen sich Monika Bryl und Christine Illguth in privater Initiative, Geld für die Aufstellung eines Denksteins in unmittelbarer Nachbarschaft des Denkmals zusammenzutragen. 1400 Euro Spenden liegen inzwischen vor, doch selbst ein einfacher Stein ohne Nennung aller Namen kostet beinahe doppelt so viel.

"Mein Vater ist fast 90. Der weiß, wer nicht wiederkam aus dem Krieg. Viele aus seiner Klasse sind damals gefallen", sagt Monika Bryl. Deshalb sei es gerade auch Gerhard Lohse ein Bedürfnis, endlich einen kleinen Erinnerungsort im Dorfbild zu haben. Bryl und Illguth erfuhren in den ersten Monaten vor allem im eigenen Dorf einen guten Zuspruch. Viele waren bereit, etwas zu geben. Parallel dazu schrieb Christine Illguth Dutzende Briefe an Unternehmen und Stiftungen mit der Bitte um Unterstützung. Diese Mühe allerdings blieb in den Mehrzahl der Fälle vergeblich.

Jetzt aber stellte die Kultur- und Umweltstiftung der Sparkasse Leipzig Hilfe in Aussicht. Das Problem: Eine private Initiative kann keine Förderung erhalten. Bryl und Illguth stehen deshalb mit dem Heimat- und Gesellschaftsverein Gnandstein in Kontakt, um ihn für eine Trägerschaft zu gewinnen. "Wir konnten noch nicht alle Mitglieder befragen und müssen noch einiges klären", sagt Vereinschef Thomas Voigt. Das erledige man in nächster Zeit.

Rund 2500 Euro würde ein einfacher Stein kosten. Würde gleichzeitig das vorhandene Denkmal fachmännisch restauriert, wäre man gleich bei mehr als dem Doppelten der Summe. Es könne deshalb lediglich um Variante eins gehen, sagt Monika Bryl: "Und es geht nicht um eine vermeintliche Heldenverehrung. Es geht um das Erinnern." Das schließe auch jene ein, die in den ersten Monaten und Jahren nach Kriegsende in Lagern ums Leben kamen.

"Dass das alles so kompliziert würde, hätten wir nicht gedacht", sagten Bryl und Illguth. Doch sie sind optimistisch und entschlossen, ihr Vorhaben in absehbarer Zeit zu einem guten Ende zu bringen. Das sei man nicht nur den Toten schuldig, sondern auch all jenen, die bereit waren und bereit sind, dieses Vorhaben finanziell zu unterstützen.

Wer das Anliegen durch eine Spende unterstützen möchte, hier die Bankverbindung: DE 02 1203 0000 00013 06687 (Deutsche Kreditbank), Stadtverwaltung Kohren-Sahlis

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