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Geithain Grabgestaltung bringt auf der IGA Gold und Silber für Rathendorfer Gärtnerei
Region Geithain Grabgestaltung bringt auf der IGA Gold und Silber für Rathendorfer Gärtnerei
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14:05 28.06.2017
Thomas Springer bei der Pflege des ausgezeichneten Grabs. Quelle: privat
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Narsdorf/Rathendorf

Gold und Silber in Berlin: Für das Rathendorfer Gartenbauunternehmen Springer, das seit 1936 in Familienhand ist und sich seit Jahren auf die Grabgestaltung spezialisiert, erweist sich die Internationale Gartenbau-Ausstellung (IGA) als Forum des Erfolgs. Ein halbes Hundert Gärtner aus der gesamten Bundesrepublik beteiligten sich an dem im Rahmen der IGA ausgelobten Grabschmuck-Wettbewerb. Für das Einzelgrab holten Springers im Frühjahr Silber, für das Urnengrab Gold. Nach der Sommerbepflanzung entschied die Jury beim Einzelgrab auf Gold und beim Urnengrab auf Silber.

„Für uns hat die Veranstaltung in Berlin einen hohen Stellenwert. Man trifft Kollegen, sieht Trends, kann Austausch pflegen – und hat natürlich eine hervorragende Möglichkeit, sich zu präsentieren“, sagt Thomas Springer. Das Thema Friedhof sei immer noch eines, was von vielen Menschen lange ausgeblendet werde – bis es durch den Tod in der Familie plötzlich greifbar werde. „Einen Ort der Trauer zu haben, erweist sich dann als ganz wichtig.“ Deshalb sei es angezeigt, den Fokus der Öffentlichkeit darauf zu richten.

Dass die Präsenz auf der IGA mit erheblichem Aufwand verbunden sei, nehme er gerne in Kauf, sagt Springer, über die Jahre erfahren in der Teilnahme an solchen bundesweiten und internationalen Ausstellungen und immer wieder auch erfolgreich. „Zur ersten Bepflanzung war ich mit der Familie ganze vier Tage in Berlin“, sagt der 40-Jährige. Mitte Mai sei dann eine Sommerbepflanzung an der Reihe gewesen; Ende August/Anfang September wird dann noch Herbstschmuck in die Erde gebracht: „Auch diese Pflanzung wird von den Preisrichtern bewertet.“ Im Blick haben die Rathendorfer bereits die nächste sächsische Landesgartenschau, die 2019 in Frankenberg stattfindet.

Schon Walter Springer widmete sich neben der Gärtnerei der Friedhofs- und Grabpflege. Heute führen sein Sohn Reiner und Enkel Thomas den Betrieb, der heute neben Familienmitgliedern zwei Angestellte zählt. Übernahm er in den DDR-Jahrzehnten Pflegearbeiten auf zahlreichen Friedhöfen, wandte man sich nach der Wende den vielfältigen Möglichkeiten der Grabgestaltung zu. Springers, Mitglied in der Sächsischen Dauergrabpflege-Gesellschaft, betreuen „alles, was auf dem Friedhof passiert“, und das in der gesamten Region zwischen Borna und Penig. Aber der Betrieb, der die meisten Pflanzen selbst zieht, beschränkt sich nicht darauf. Pflanzen für Garten und Balkon sowie Blumen für vielerlei Anlässe wachsen in der Rathendorfer Gärtnerei ebenso.

Von Ekkehard Schulreich

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