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Geithain Grünen-Landtagsabgeordneter Lichdi nimmt Eschefelder Teiche unter die Lupe
Region Geithain Grünen-Landtagsabgeordneter Lichdi nimmt Eschefelder Teiche unter die Lupe
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16:01 14.07.2011
Johannes Lichdi (r.), der für Bündnis 90/Die Grünen im Landtag sitzt, informierte sich vor Ort über die Situation an den Eschefelder Teichen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Immer wieder erinnert seitdem Lichdi durch Anfragen im Parlament daran, dass damals versprochen wurde, dass die Eschefelder Teiche ab Frühjahr 2008 wieder ausreichend Wasser haben. Vorgestern machte er sich erstmals selbst im Naturschutzgebiet von dessen Zustand ein Bild.

Von Wassermangel sei zwar gegenwärtig nichts zu spüren, resümierte Lichdi anschließend. Doch das dürfe nicht dazu verleiten, alle viere grade sein zu lassen. „Ich habe schon den Eindruck, dass der Freistaat und der von ihm beauftragte Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) die Sache nicht so wichtig nehmen. Doch von einem Eigentümer muss man verlangen, dass er seine Unterhaltungspflichten ernst nimmt, zumal das Problem lange bekannt ist“, konstatierte er.

Dass hier nicht mit vollem Nachdruck gearbeitet würde, zeige ihm auch die Antwort auf eine Kleine Anfrage, die er im Mai vom jetzigen Umwelt- und Landwirtschaftsminister Frank Kupfer erhielt. Die besagt, dass von einem damals ins Auge gefassten hydrologischen Gutachten Abstand genommen wurde. Noch mehr erregt Lichdi, dass es immer noch nicht möglich ist, über eine Leitung im Notfall Wasser zuzupumpen. 2007 hatte der damalige Umweltminister Stanislaw Tillich, heute Sachsens Ministerpräsident, bekundet, dass „die Wasserüberleitungsanlage schnellstmöglich wieder in Betriebsbereitschaft zu versetzen und künftig bestimmungsgemäß zu betreiben“ sei. Heute, vier Jahre später, antwortete man Lichdi in der besagten neuerlichen Anfrage: „Um festzustellen, in welchem Zustand sich die Leitung tatsächlich befindet und welcher Aufwand zur Behebung der Defekte des Gesamtsystems erforderlich ist, hat der SIB in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Pächter der angrenzenden Landwirtschaftsflächen einen Pumpversuch durchgeführt, der wegen eines bislang noch nicht bekannten Problems mit der Stromzufuhr abgebrochen werden musste...“

Ähnlich seine Erkenntnisse in Sachen Biotoppflege im Naturschutzgebiet. „Ich glaube, das große Potenzial dieser traditionellen Kulturlandschaft ist bei weitem nicht ausgeschöpft. Offensichtlich geschieht die Pflege nur sporadisch, nicht zielgerichtet“, so sein Eindruck nach der zweistündigen Begehung. Es gäbe hier herrliche Dinge, ob Obstbäume mit alten, für das Kohrener Land typischen Apfelsorten, oder seltene Büsche. Doch vieles sei nicht entsprechend gehegt und gepflegt, für den Besucher auch nicht als Qualität erkennbar, beispielsweise durch Infotafeln. „Die einzige Tafel, die wir sahen zu Wasservögeln, ist halb verrottet.“ Der Abgeordnete wünschte sich deshalb, dass man sich eines Pflege- und Entwicklungskonzeptes erinnere, das es wohl in früherer Zeit gab, und das auch konsequent schrittweise umsetze. „Vielleicht ließe sich da auch manches über Ausgleichsmaßnahmen für den Autobahnbau machen“, regte er an. Und versicherte zum Abschluss: „Auf jeden Fall werde ich nicht locker lassen, bis sich hier endlich mehr tut als bisher.“

Thomas Lang

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