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Geithain Halbes Dutzend Varianten für die Abwasserreinigung in Buchheim
Region Geithain Halbes Dutzend Varianten für die Abwasserreinigung in Buchheim
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11:05 20.05.2015
Noch dient der durch Buchheim fließende Bach vielen Grundstückseigentümern als Vorfluter. Das würde sich bei einer Ortskläranlage oder der Überleitung nach Bad Lausick ändern. Quelle: Jens Paul Taubert

Inzwischen gibt es ein halbes Dutzend Varianten, über die auf einer nächsten Zusammenkunft Anfang April gesprochen werden soll.

"Wenn konkrete Ergebnisse vorliegen, werden die in einer Einwohnerversammlung vorgestellt", sagt Lutz Kunath, der Geschäftsführer des Versorgungsverbandes Grimma-Geithain. Von diesem Zeitpunkt aber sei man noch ein ganzes Stück entfernt. Zunächst hätten Verband und Planer mit der Stadt Bad Lausick und dem Buchheimer Ortschaftsrat sechs Varianten herausgearbeitet. "In einem nächsten Schritt werden wir dafür Lagepläne mit dem Trassenverlauf erstellt und mit dem Ortschaftsrat abgestimmt. Danach erfolgt pro Variante die Ermittlung der Investitions- und Betriebskosten, um die wirtschaftlichste Variante zu bestimmen."

Man gehe in Buchheim in denselben Schritten vor wie zuletzt in Ballendorf. In beiden Orten sieht das Abwasserbeseitigungskonzept des Verbandes Einzelkläranlagen auf jedem Grundstück vor. In Ballendorf, wo sich die überwältigende Mehrheit der Eigentümer für eine gemeinsame Lösung ausgesprochen hatte, wird nun eine Ortskläranlage errichtet. Die Eigentümer ermöglichen den Bau, indem sie sich finanziell mit einem Zuschuss beteiligen. Eine Option, die Kunath und der Bad Lausicker Bürgermeister Josef Eisenmann (CDU) nun auch für Buchheim prüfen wollen.

Das sind die aktuellen Varianten: 1a - Errichtung einer Ortskläranlage am Standort der Feuerwehr in der Alte Straße 1, verbunden mit einer Kombination von Freigefälle und Druckleitungen. 1b - Bau einer Ortskläranlage am Holzmühlenweg, wobei hier ebenso eine Kombination von Freigefälle und Druckleitungen in Frage kommt. 2 - Errichtung eines Ortsnetzes aus Freigefälle und Abwasserdruckleitungen plus Überleitung des Abwassers in die Kläranlage Bad Lausick. Der Anschlusspunkt an den Hauptsammler Süd müsste noch ermittelt werden. 3 - Errichtung mehrerer dezentraler Gruppenkläranlagen im Ort über Freigefälle-Leitungen. 4 - Errichtung einer Druckentwässerungsanlage im Ort und Reinigung der Abwässer in einer gemeinsamen Ortskläranlage. Dabei wäre es laut Kunath erforderlich, auf den Grundstücken private Hauspumpwerke zu errichten. 5 - Übernahme der Variante 4 mit Überleitung des gesammelten Abwassers zur Kläranlage Bad Lausick. 6 - Die geplante dezentralen Abwasserlösung mit Errichtung oder Nachrüstung biologischer Kleinkläranlagen auf den einzelnen Grundstücken wird beibehalten.

"Im Vergleich zu Ballendorf gibt es kompliziertere Verhältnisse, die bei der Planung beachtet werden müssen", sagt der Verbandsgeschäftsführer. Auf Grund des Geländeprofils gebe es im Dorf keine einheitliche Fließrichtung des Abwassers. Es machten sich Pumpwerke und Abwasserdruckleitungen notwendig, möglicherweise verbunden mit privaten Hauspumpwerken. Etwa die Hälfte aller Grundstücke seien sogenannte Direkteinleiter. Sie seien an keinen öffentlichen Abwasserkanal angeschlossen und leiteten Abwasser in den Bach oder ließen es versickern. Kunath: "Auf diesen Grundstücken müssen die Grundstücksentwässerungsleitungen hinsichtlich der Fließrichtung angepasst und teilweise auch Höhenunterschiede mit zusätzlichen Pumpwerken überwunden werden."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.03.2013

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