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Hallenbau bei der Firma Ladenburger kann weiter gehen

Hallenbau bei der Firma Ladenburger kann weiter gehen

Eine neue Halle entsteht auf dem Gelände des Geithainer Unternehmens Ladenburger, wo ein Großbrand im August einen Schaden von weit über 20 Millionen Euro angerichtet hatte.

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Hier entsteht der Neubau bei Ladenburger - zunächst als Lagerhalle.

Quelle: Privat

Geithain. Verschiedene Auffassungen zwischen dem Bauamt des Landkreises und dem Unternehmen hatten zunächst zum Stopp des Baus geführt. Gestern wurde ein Kompromiss erzielt - es kann weiter gehen.

 

 

"Nun können wir das gute Bauwetter nutzen, sobald der Baustopp zurückgezogen ist", war Markus Hauber gestern erleichtert. Der 42-Jährige ist einer von drei Geschäftsführern der Ladenburger-Gruppe, zu der das Holzwerk in Geithain gehört. Für das dortige Betriebsgelände war bereits im Jahre 2010 der Neubau einer Holzlagerhalle hinter dem Büro genehmigt worden. Nach dem Großbrand habe man sofort die alten Unterlagen herausgesucht und im November mit dem Bau angefangen, berichtet der Geschäftsführer.

 

 

"Die Halle wird dringend benötigt", erläutert er - allerdings nicht als Lager, sondern für die Produktion. Voraussichtlich sollen dort einmal zwei Hobel- und eine Keilzink-Anlage ihren Platz finden, damit die Produktion schnellst möglichst wieder hochgefahren werden kann. Auch die Versicherungen würden Druck machen, so schnell wie möglich wieder auf hundert Prozent Leistung zu kommen, erklärt Hauber. Ein Antrag auf Umnutzung der Halle wurde beim Landratsamt gestellt. "Es gibt aktuell fünf weitere Bauanträge, die nachträglich eingereicht wurden für andere Bauten, die in der Vergangenheit bereits errichtet wurden, aber nicht an die jetzige Halle angrenzen oder in Zusammenhang mit ihr gebracht werden dürfen", erklärt der Geschäftsführer.

 

 

Bei einem Vor-Ort-Termin am 18. Dezember stellten Mitarbeiter des Bauamtes fest, dass die neue Halle bereits im Bau ist. Am 27. Dezember ging ein Baustopp im Unternehmen ein, weil angeblich keine Genehmigung für die neue Halle vorliegen würde. Seit Montag dieser Woche sollte am Objekt eigentlich in zwei Schichten gearbeitet werden, um das für Januar ungewöhnlich gute Bauwetter zu nutzen. "Wir haben die Handwerker nicht auf die Baustelle gelassen", berichtet Hauber, der sich vom strikten Baustopp sehr überrascht zeigte.

 

 

"Nach meinem Rechtsverständnis ist diese Baugenehmigung nach wie vor so lange gültig, bis der Antrag auf Nutzungsänderung in eine Produktionshalle genehmigt ist", erklärt der Planer des Projektes, der Architekt Albert Schieber aus Bopfingen. Zumal die notwendigen statischen Unterlagen und Erklärungen alle da und gültig seien.

Das sieht man im Landratsamt anders. "Die Anforderungen für die Genehmigung zum Bau einer Produktionshalle sind im Vergleich zu einer Lagerhalle weitergehend, auch wenn der Standort der Halle auf dem Grundstück identisch ist", erklärt auf LVZ-Nachfrage Landkreis-Sprecherin Brigitte Laux. "Für den Bauherrn ist ein Baustopp zunächst ärgerlich, weil er Zeitverzug bedeutet", hält sie fest. Andererseits sei nur mit einem ordnungsgemäßen Verfahren auch die Planungs- und Rechtssicherheit zu erreichen, die ein Bauherr für seine Projekte brauche. Beispielsweise könnte eine Produktionshalle aufgrund des nötigen Schall- und Brandschutzes andere Materialien und eine andere Konstruktionsweise als ein Lager erfordern.

 

 

Die Telefone klingelten seit Wochenbeginn heiß, gestern wurde eine Lösung gefunden. "Wir nutzen nun die Baugenehmigung, wie sie erteilt ist", erläutert Hauber. Wenn die Gebäudehülle steht, werde man dann den Antrag auf Umnutzung stellen, der zunächst zurückgezogen ist. "Ich bin erleichtert, dass wir eine Lösung gefunden haben und beide Seiten - Landratsamt und Unternehmen - aufeinander zugegangen sind", so der Geschäftsführer.

"Die Verfügung zur Baueinstellung hat sich erledigt, da jetzt eine Lagerhalle gebaut werden soll, die bereits genehmigt wurde", bestätigt die Kreissprecherin. Soll später die Lager- als Produktionshalle genutzt werden, sei ein weiterer Bauantrag zur Nutzungsänderung zu stellen. In diesem Verfahren seien dann die im Vergleich zur Lagerhalle weitergehenden Anforderungen zum Brand- und Immissionsschutz zu prüfen. "Das Risiko, ob die spätere Umnutzung dann genehmigt werden kann, trägt in diesem Fall der Bauherr", hält Laux fest.

 

 

Die Aufräumarbeiten nach dem Feuer seien seit Ende Oktober abgeschlossen, erklärt Hauber. Wie die zerstörten Gebäude wieder erstehen sollen, werde erst noch beschlossen, so der Geschäftsführer. Er benennt die Mitarbeiterzahl in Geithain mit rund 235, im Winter seien es jeweils unter 200. Trotz der dramatische Ereignisse im August habe die Produktion im Unternehmen nicht eine Minute komplett still gestanden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.01.2014
Inge Engelhardt

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