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Heiße Autos, heiße Beats und erstmals Ratten beim Tuningtreffen in Prießnitz

Heiße Autos, heiße Beats und erstmals Ratten beim Tuningtreffen in Prießnitz

Prießnitz. Nur mit untergelegten Brettern und im Millimeter-Tempo schafften es ein extrem tief gelegter Opel und ein Passat überhaupt auf das Gelände am Prießnitzer Sportplatzweg, wo am Sonnabend „Tuning meets Beats" stattfand.

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Ralf Hinkelmann hat in den Kofferraum seines Renault Laguna nicht nur eine Soundanlage eingebaut, sondern auch einen Fernseher samt Playstation.

Quelle: Jens Paul Taubert

Mit insgesamt 143 aufgebauten Autos fuhren ihre stolzen Besitzer vor, unter anderem aus Berlin und Ludwigslust. „Wir wachsen jedes Jahr", freute sich Martin Kuhne. Auf dem Gelände seiner Familie stieg das Treffen zum vierten Mal.

Auf Hochglanz polierte nach der Ankunft Ralf Hinkelmann seinen Renault Laguna, Baujahr 1995. „Er ist ein Showobjekt", bestätigte der Narsdorfer und zeigte einige Raffinessen, mit denen er sein Auto - das ansonsten in der Garage steht - ausgestattet hat: Effektlack, neue Felgen und Auspuffanlage, der Innenraum komplett geledert und im Kofferraum sind neben einer Soundanlage Fernseher und Playstation eingebaut. „Darauf kann man spielen", bestätigte der 30-Jährige, der viele Stunden in seinen Renault gesteckt hat. „Da gibt es immer noch Ideen, was man machen kann", erzählte er. Doch die Zeit ist knapp, denn unterdessen ist bei ihm die Familie auf Platz eins gerückt. Bei den Prießnitzer Treffen ist der Narsdorfer von Anfang an dabei.„Man kann sein Auto zeigen und mit anderen fachsimpeln", gefällt ihm.

Henry Clausnitzer brauchte nach der Anfahrt von Meißen anderthalb Stunden, um seinen VW Vento als Gesamtkunstwerk zu präsentieren - als Ratte, was heißt: so verwahrlost und rostig, wie irgend möglich. Zwei Jahre hat er an den Details getüftelt, damit der Betrachter den Eindruck hat, der VW, Baujahr 1994, roste im Kubanischen Dschungel: Stroh im Innenraum, Plüschratten kletterten scheinbar aus den Radkästen, daneben wuchs Farn. Rinde umhüllt einen Teil des Wagens und für verräterische Plastteile gibt es Rostlack. Gerade hatte der 24-Jährige noch einen verrosteten Helm mit rotem Stern drapiert. Er findet es gut, dass in den Prießnitzer Wettbewerben nur Fahrzeuge mitmachen dürfen, die angemeldet sind, also auf der Straße rollen können. Mit dem Hänger ankommen und seine Ratte abladen - das könne jeder. „Ein angenehmes kleines Treffen im Grünen, passend zu meiner Deko", gefiel Henry Clausnitzer, der erstmals dabei war.

Nicht nur für Ratten gab es dieses Jahr erstmals eine Bewertungsklasse, auch für Youngtimer - mindestens 20 Jahre alt, aber noch keine Oldtimer. Bereits das zweite Jahr hatte Lars Sobeck die Soundmessung übernommen - je lauter die Musik im Auto, desto bessere Aussichten auf vordere Plätze. Das Gros der Autos käme auf 140 Dezibel (dB), Spitzenwerte seien 145 bis 150, so der Hobby-Experte aus dem Erzgebirge. „Wer am lautesten ist - das ist eine Statusfrage", so der 33-Jährige. Doch irgendwann beim Älterwerden komme man davon weg. Sobeck selber hat gar nichts mehr in seinem Auto, was auf den Ohren dröhnt. Für laute Beats auf dem Festgelände sorgte für alle DJ S.M.B, zum zweiten Mal machte Bobbi Benkert aus Waldheim hier Musik. „Heiße Autos, heiße Beats - das passt", so der 23-Jährige. Auch sonst sorgt er immer mal gemeinsam mit DJ Mike_S für guten Sound. „Hier dabei zu sein, ist eine gute Referenz", so der 18-jährige Maik Schubert, ebenfalls aus Waldheim.

Insgesamt gab es für die Autoschrauber fast 30 Pokale zu holen. „Alle Veränderungen müssen eingetragen sein, wir kontrollieren die Fahrzeugpapiere", erklärte Carsten Hahn, der Chef des Renault-Clubs Geithain. Die acht Mitglieder des 2005 gegründeten Clubs fahren alle Wagen der französischen Marke. Das Prießnitzer Treffen stellen sie jeweils gemeinsam mit Familie Kuhne auf die Beine - neben dem großen Renaulttreffen am Hermsdorfer Kreuz ein Höhepunkt im Clubleben, so der 28-jährige Chef, der in Jena wohnt. „Für das 5. Treffen nächstes Jahr wollen wir uns was Größeres vornehmen", verriet Martin Kuhne.

Inge Engelhardt

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