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Geithain Herzenssache: Schließfach-Kunden der Bad Lausicker Firma Mietra spenden 30 000 Euro
Region Geithain Herzenssache: Schließfach-Kunden der Bad Lausicker Firma Mietra spenden 30 000 Euro
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14:37 08.01.2018
Verdrückt der Bär eine Freudenträne? Mona Meister nimmt mit dem Maskottchen des Bärenherz-Hospizes aus den Händen von Jörg Trautner den symbolischen Spendenscheck entgegen. Quelle: privat
Bad Lausick

Das sechste Jahr der karitativen Kooperation mit dem Markkleeberger Kinderhospiz Bärenherz endet rekordverdächtig: 30 000 Euro brachten deutschlandweit Schließfach-Nutzer des Bad Lausicker Unternehmens Mietra zusammen, aufgerundet noch durch eine Spende der Geschäftsleitung. „So groß war die Spendenbereitschaft noch nie. Dafür sind wir sehr dankbar. Zwar haben wir 2017 ein Wachstum bei der Vermietung erreicht, aber nicht in dem Maß, wie es die gewachsene Spendensumme vermuten ließe“, sagte Geschäftsführer Jörg Trautner, als er in der ersten Woche des neuen Jahres Mona Meister, für die Öffentlichkeitsarbeit des Bärenherz-Vereins zuständig, den symbolischen Scheck übergab.

Eine beinahe ebenso große Summe sei zudem für Fördervereine vieler jener Schulen gespendet wurden, in denen Bad Lausicker Schließfächer aufgestellt seien. „Die Schulen entscheiden, ob der von uns gewährte Online-Bonus von drei Euro an den hauseigenen Förderverein geht oder an Bärenherz.“ Auffallend und erfreulich sei, dass nicht nur in der Leipziger Region viele für das Kinderhospiz votierten, sondern ebenso in Nord-, Süd- und Westdeutschland.

„Wir freuen uns über diese große Spende. Und wir freuen uns, dass wir schon seit 2011 Jahr für Jahr mit erheblichen Summen aus Bad Lausick bedacht werden. Das hilft uns sehr, denn unsere Arbeit gründet sich ausschließlich auf Spenden“, sagt Mona Meister. Vor anderthalb Jahrzehnten habe man mit dem Aufbau des Hospizes begonnen, um schwerst kranken Kindern und ihren Familien beizustehen. „Nach wie vor bekommen wir dafür keine staatlichen Mittel“, so Meister. Lediglich für die Betreuung der jungen Patienten selbst stünden die Krankenkassen ein. Um rund 300 Familien über das Jahr begleiten zu können und einem ambulanten Dienst zu organisieren, brauche es Spenden.

„Wir fangen die Familien auf, um unter kompliziertesten Bedingungen doch ein Familienleben zu ermöglichen. Auf diese Hilfe wird sehr gern zurück gegriffen“, sagt Meister. Umso wichtiger sei es für den Verein, selbst die Hilfe vieler Menschen, Vereine, Feuerwehren und Unternehmen zu erfahren. Die finanziellen Zuwendungen habe man 2017 unter anderem auch für den Ausbau des Müttertreffs verwendet und um Geschwisterkindern ein unbeschwertes Wochenende in einem Indianderdorf zu ermöglichen: „Letzteres ist uns sehr wichtig, denn sie müssen im Alltag ja sehr oft zurückstecken.“

Der Verein betreibt seit 2008 in Markkleeberg ein eigenes Haus, das Familien von unheilbar erkrankten Kindern Fürsorge und eine zeitweilige Entlastung bietet. Die Kinder werden über die Zeit der Erkrankung bis zum Tod betreut, die Familien erhalten professionelle Hilfen. Um den Betrieb des Hospizes an 365 Tagen des Jahres rund um die Uhr zu gewährleisten, hat der Verein ein Team von 47 Mitarbeitern aufgebaut. Ihm stehen knapp 200 ehrenamtliche Helfer zur Seite. Das Bad Lausicker Unternehmen Mietra konnte seit 2011 dem Verein insgesamt 109 000 Euro an Spenden überweisen.

Von Ekkehard Schulreich

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