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Hiensch: Frohburg braucht Anschluss an die A 72 und Zuzug neuer Unternehmen

Hiensch: Frohburg braucht Anschluss an die A 72 und Zuzug neuer Unternehmen

Stärker als bisher müsse sich Frohburg in der Zukunft auf die eigenen Ressourcen konzentrieren. Das sagte der wiedergewählte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) am Beginn seiner fünften Amtszeit.

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Die Stadtoberhäupter von Frohburg und Kohren-Sahlis, Wolfgang Hiensch (re.) und Siegmund Mohaupt.

Quelle: Jens Paul Taubert

Frohburg. Sein Stellvertreter Dirk Schulze (CDU) nahm ihm vorgestern Abend vor dem Stadtrat den neuerlichen Amtseid ab.

In einer Erklärung umriss der 58-Jährige, der seit 1990 an der Spitze der Stadtverwaltung steht, die aktuelle Situation und seine Strategien für die nächsten sieben Amtsjahre. Angesichts sinkender finanzieller Unterstützung von außen, vor allem durch das Land, und weiter steigender Ausgaben durch der Kommune zusätzlich übertragene Aufgaben sei die Frohburger Bürgerschaft künftig mehr denn je gefragt, wenn es um die Unterhaltung und den Ausbau des Gemeinwesens gehe.

"Die Erwartungen gerade in den Ortsteilen sind hoch", konstatierte Hiensch und schloss ausdrücklich jene künftigen ein, die aktuell noch Teil der eingliederungswilligen, weil finanziell angeschlagenen Stadt Kohren-Sahlis sind. Bei allen Anstrengungen sei es aber illusorisch zu glauben, die infrastrukturell begründete Lebensqualität lasse sich allerorts auf gleichem Niveau sichern: "Das ist nicht überall zu stemmen." Frohburgs Zukunftschance sieht der Bürgermeister in einem attraktiven Wohnort zwischen den Großräumen Leipzig und Chemnitz. Hier habe man vieles erreicht, und hier gebe es weiteres Potenzial. "Dafür brauchen wir die Anschlussstelle der Autobahn 72", aber auch zeitgemäße schnelle Datenwege. Ebenso erforderlich sei privates Engagement in den Mietwohnungsbau, seien weitere Investitionen der ortsansässigen Betriebe und der Zuzug neuer Unternehmen, die neue Arbeitsplätze schafften. Hiensch betonte, die Stadt sei offen für Neu-Bürger jedweder Herkunft, die willens seien, sich in das Gemeinwesen einzubringen.

Konsequenter als bisher will Wolfgang Hiensch Kreistags- und Landtagsabgeordnete für die Unterstützung kommunaler Interessen in die Pflicht nehmen. Das betreffe den Erhalt des Naturschutzgebietes Eschefelder Teiche, das von Austrocknung bedroht ist, ebenso wie den Hochwasserschutz an Wyhra und Eula. Gefordert seien diese Parlamentarier in selber Weise, sich für den Ausbau des Netzes an Bussen und Bahnen einzusetzen und sich für den Ausbau der Kreisstraßen zu engagieren. Dem Stadtrat schrieb er ins Stammbuch, für das Zusammenwachsen aller Ortsteile zu wirken, nicht nur die Interessen eines einzelnen Ortsteils im Blick zu haben. Nur dann sei es möglich, gemeinsam eine erfolgreiche Politik im Sinne der Bürgerschaft zu gestalten.

Wolfgang Hiensch, der mit Karsten Richter (CDU) erstmals bei der Wahl einen Gegenkandidaten hatte, sich allerdings klar mit 76,9 Prozent durchsetzen konnte, nutzte seine Erklärung zu einer Abrechnung. "Man muss keiner Partei angehören, wenn man durch Leistung und Person überzeugen kann", sagte er, ohne den Namen seines Kontrahenten nur ein einziges Mal zu nennen. In den sechs Monaten vor der Wahl habe es manch "Ungereimtheit" gegeben. Kritiker, die für einen Wechsel geworben hätten, seien die triftigen Argumente dafür schuldig geblieben, und sie hätten kaum hinterfragt, welchen Beitrag sie selbst für die Entwicklung Frohburgs geleistet hätten oder leisteten. Die erfolgreiche und durchaus vertrauensvolle Zusammenarbeit im Stadtrat über all die Jahre sei nicht zuletzt mit meist einstimmig gefassten Beschlüssen manifestiert, ein begründetes Streben nach Kurskorrekturen ergo nicht ablesbar.

Die eigene Unzufriedenheit mit dem Erreichten, das immer noch besser zu machen sei, sei die beste Triebkraft für ihn, formulierte Hiensch als Credo für die nächsten sieben Amtsjahre, die wohl seine letzten sein werden. Dass er jetzt schon zu einem möglichen Nachfolger angesprochen werde, irritiere ihn: "In den nächsten fünf Jahren werde ich daran keinen Gedanken verschwenden." Wenn dann aber eine Frau/ein Mann mit entsprechender Eignung Ambitionen zeige, dürfe sie/er seiner Unterstützung sicher sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.08.2015
Ekkehard Schulreich

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