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Geithain Highland Games mit internationaler Besetzung
Region Geithain Highland Games mit internationaler Besetzung
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05:02 14.05.2018
Ein Hingucker: Einmarsch der Kämpfer. Quelle: René Beuckert
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Frohburg/Prießnitz

Großer Beliebtheit erfreuten sich die Highland Games im Rahmen des Prießnitzer Weidefestes am Wochenende. An dem schottischen Kräftemessen beteiligten sich nicht nur Starter aus Deutschland, sondern auch aus den USA, Belgien, der Schweiz und Island. Damit wuchs die vom Clan Mac Gregor ausgerichtete Veranstaltung wieder ein Stück.

Spiele sind unterdessen Tradition

Lutz Kuhne, der mit seiner Frau Kathrin Highland-Rinder züchtet, hatte die Spiele um die Jahrtausendwende herum initiiert. Damals hatte er neue Tiere erstanden und war mit solcherart Veranstaltung in Berührung gekommen, bei denen Baumstämme, riesige 50-Kilo-Hämmer und 80-Kilo-Steine geworfen werden.

„Das hat mich derart fasziniert, dass ich in Prießnitz ebensolche Spiele austragen wollte. Sicher nicht so groß wie im Ursprungsland, wo es eine jahrhundertealte Tradition gibt“, sagte er.

Mit einem Schmunzeln erinnert er sich an die ersten Veranstaltungen, bei denen um die 15 Teilnehmer an den Start gingen. Von Jahr zu Jahr sei das Interesse nicht nur bei den Akteuren, sondern genauso bei den Besuchern gewachsen. „Die Leute reisen mittlerweile aus ganz Deutschland an“, rekapitulierte Kuhne.

Einzug der Teilnehmer ist erster Höhepunkt

Traditioneller erster Höhepunkt und etwas fürs Auge war am Sonnabendmittag der Einzug der Kämpfer, die sich anschließend zur Begrüßung auf dem Spieleplatz formierten. Familie Lange wollte sich das keinesfalls entgehen lassen.

„Ich habe schon einmal die Highland Games in Trebsen miterlebt und bin begeistert, was dabei gestemmt wird. Vor allem finde ich bemerkenswert, dass Frauen mit dabei sind. Von der Statur sieht man es einigen von ihnen gar nicht an, dass sie solche Gewichte heben können“, sagte Steffi Lange.

Nicht nur Männer maßen bei den Highland Games in Prießnitz ihre Kräfte. Auch Frauen traten an.

Eine der Gamerinnen war Martina Lange aus Wuppertal. „Ich bin eher durch Zufall auf diese Spiele aufmerksam geworden. Freunde von mir haben an Highland Games teilgenommen. Da die Frauen nicht nur zuschauen wollten, sind sie selber aktiv geworden“, erklärte sie.

Familiäre Veranstaltung kommt an

„Es ist aber nicht nur das Kräftemessen, was mir gefällt, vielmehr sind es die Begegnungen mit den anderen Teilnehmern, von denen ich etliche von früheren Veranstaltungen dieser Art her kenne. Sie vermitteln mir somit ein Gemeinschaftsgefühl.“

Für Gamerin Sylvana Bomholt handelte es sich in Prießnitz um den Saisonauftakt, dem weitere Veranstaltungen folgen werden. „Hier ist alles gut organisiert. Es geht noch familiär zu, das schätze ich sehr“, urteilte sie.

Wettkampf auch für Kinder

Fast unbemerkt von den Hauptveranstaltungen fanden auch Spiele für Kinder statt. Besucher Udo Meierhöfer fand es gut, dass auch die Jüngsten in den Wettkampfreigen einbezogen werden, Hufeisen und Baumstämme werfen durften.

„Ich bin Erzieher, und deshalb fallen mir solche Besonderheiten gleich ins Auge. Das Mitmachen und Nachahmen der Großen stellt für die Kinder einen Entwicklungsschritt dar“, hob er hervor.

Eine kleine Oldtimer-Zugmaschinen-Ausstellung rundete die Highland Games und das Weidefest ab. Laut Lutz Kuhne wurde wieder Geld für ein Kinderhospiz gesammelt. „Im vergangenen Jahr sind immerhin 2500 Euro zusammen gekommen“, gab er bekannt.

Von René Beuckert

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