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Geithain Hof ausbauen für Sportpferde-Zucht
Region Geithain Hof ausbauen für Sportpferde-Zucht
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13:54 28.01.2010
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Langenleuba-Oberhain

 

Ställe und eine Reithalle sollen in diesem Jahr hinzukommen. Lucas’ Pferde sind deutschlandweit, aber auch in den USA, in Skandinavien und Spanien gefragt. „Die Kunst besteht darin, etwas Funktionierendes aufzubauen und an die nächste Generation weiterzugeben“, sagt Lutz Lucas (52). So wird es in der Bauernfamilie, die seit 1921 in Langenleuba-Oberhain ansässig ist, seit jeher gehandhabt. Anders als sein Großvater Erich Lucas, seinerzeit zu den erfolgreichsten sächsischen Schweinezüchtern zählte, hat sich Lutz Lucas für Pferde entschieden – und das schon in der Kinderzeit und durch Vater und Großvater gefördert. Die Familie konnte sich nicht auf Dauer der Vergenossenschaftung auf dem Land entziehen, doch zu Wendezeiten war es für Lucas – selbst in leitender Funktion in der LPG –, die Fluren aus der Genossenschaft herauszulösen und noch einmal neu zu beginnen – wenn auch im Nebenerwerb. „Es ist uns gelungen, den Hof Stück für Stück wieder zu beleben“, sagt Lucas. Maßgeblichen Anteil daran haben seine Eltern, seine Frau Christina, eine Veterinärin, und Sohn Matthias, ein erfolgreicher Pferdesportler und international renommierter Fachmann, was die Ausbildung von Pferden betrifft. 2000 begann die eigene Zucht mit einer Zuchstute und ihren Nachwuchs; heute stehen auf dem Hof sechs Zuchtstuten und 20 Fohlen und Nachwuchspferde. Der Platz wird knapp. Das ist ein Grund, aus- und neu zu bauen. Ein Fachwerkgebäude, in dem einst Rinder standen, Rüben und Kartoffeln gelagert wurden, wird zum Laufstall für die Aufzucht von Jungpferden. Ein Vorhaben, das über die integrierte ländliche Entwicklung gefördert wird. Zudem haben Lucas’, Vater und Sohn, den Neubau einer Reithalle samt Stallerweiterung mit 40 Boxen geplant und auf den Genehmigungsweg geschickt. Der Umbau des Altbaus soll beginnen, sobald das Wetter es zulässt. Die Halle, hoffen beide, kann ab dem Spätsommer errichtet werden und steht bis zum Jahresende bereits zur Verfügung. „Wir konzentrieren uns bei der Zucht konsequent auf die Leistung der Tiere“, sagt Lutz Lucas. Dabei setze man nicht auf eine bestimmte Rasse, sondern wählen nur Pferde aus, die selbst bei Turnieren weit überdurchschnittliche Leistungen gezeigt haben. Um Ausbildung und Verkauf der Pferde kümmert sich in erster Linie Sohn Matthias. Kein Wunder, hat der heute 28-jährige Pferdewirt genau das von der Pike auf gelernt, hat bei international renommierten Ausbildern gearbeitet, ist zwei Jahre in den USA für die Erben eines Getränke-Multis geritten. Heute trainiert er in Kitzscher. Der elterliche Hof aber soll in der Zukunft sein Auskommen sichern. Noch läuft der Betrieb im Nebenerwerb, doch die Investitionen sollen ihn wirtschaftlich tragfähig machen. Dafür, sagt Lutz Lucas, „sind an die 60 Pferde erforderlich“. Dass dadurch perspektivisch weitere Arbeitsplätze entstünden, liege auf der Hand. Deutschlandweit, aber auch international hat sich die Lucas’sche Zucht inzwischen einen Namen gemacht. Ob USA oder Mexiko, ob iberische Halbinsel oder Nordeuropa – in Oberhain ausgebildete Spring- und Reitpferde sind sowohl von anspruchsvollen Amateuren als auch von Profis begehrt. Lucas: „Wir haben Potenzial, und das wollen wir in den nächsten Jahren noch stärker nutzen.“

Ekkehard Schulreich

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