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Geithain Hoffnungen gedämpft: Straßenbau in Langenleuba-Oberhain zieht sich über Jahre
Region Geithain Hoffnungen gedämpft: Straßenbau in Langenleuba-Oberhain zieht sich über Jahre
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10:00 09.09.2017
In Langenleuba-Oberhain wird es noch dauern, bis die Kreisstraße saniert wird. Quelle: dpa-Zentralbild
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Penig/Langenleuba-Oberhain

Wann ist die Kreisstraße, die Langenleuba-Oberhain von der Autobahn 72 bis zur Thüringer Landesgrenze durchzieht, endlich ordentlich und sicher nutzbar? In zwei Jahren, fünf, zehn? – Nach einem Ortstermin, zu dem Vertreter des Landkreises Mittelsachsen und der Stadt Penig mit dem Planer Mitte dieser Woche in Oberhain zusammenkamen, wäre eine präzise Antwort auf diese Frage kaum mehr als Kaffeesatz-Leserei. „Es war eine erste Strategie-Beratung“, dämpft Jörg Junghans vom Bauamt der Stadt überbordende Erwartungen. Der Kreis habe den Planer beauftragt, für die rund zweieinhalb Kilometer im Unterdorf bis zur Straßenkreuzung an der Kirche Voruntersuchungen zu beginnen. Diese Ergebnisse seien dann die Grundlage dafür, über die Art des Ausbaus zu entscheiden und einzelne Bauabschnitte zu bilden – wahrscheinlich vier oder fünf.

„Geprüft werden soll, ob – wie auf Thüringer Seite in Niederhain bereits geschehen – eine reine Deckensanierung bis in etwa zu den Neuen Häusern ausreichend ist“, sagt der Peniger Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU). Das hätte den Charme, dass man schneller zum Zuge kommen würde als bei einem deutlich aufwendigeren grundhaften Ausbau. Zwischen Neuen Häusern und besagter Kreuzung sei ein grundhafter Ausbau aber unverzichtbar. Die Stadt werde auf 800, 900 Meter Länge einen Fußweg bauen, die Straßenbeleuchtung komplett erneuern, die Bushaltestellen sicher gestalten und möglichst mit Überdachungen versehen. Zudem soll während des Straßenbaus der Breitband-Ausbau Berücksichtigung finden.

Eine Oberflächen-Erneuerung hält Jörg Junghanns durchaus schon 2018 für realisierbar, für die Gesamtstrecke des Unterdorfs bis zur Kirche müsse aber mit vier, fünf Jahren gerechnet werden: „Das hängt vor allem auch von den Fördermitteln ab.“ Und was die dann verbleibenden vier Kilometer durch das Oberdorf bis zum ehemaligen Bahnhof betrifft? „Darüber lohnt es erst zu reden, wenn wir beim vorletzten Bauabschnitt sind.“ Mit Blick auf einen so langen Zeitraum ändern sich die Förder- und Rahmenbedingungen mehrfach, meint er. Eine seriöse Prognose könne deshalb heute niemand geben.

Ebenso wenig ist abzusehen, ob und wann die Straße aus der Verantwortung des Landkreises in die der Stadt Penig wechselt. „Das entscheidet das Wirtschaftsministerium. Wir werden zwar einbezogen, haben aber keinen allzu großen Einfluss“, sagt Junghanns. Ziel sei es, diesen Wechsel erst dann zu vollziehen, wenn die Straße ausgebaut ist. In Penig habe man den Eindruck, dass auch der Landkreis das so sehe – immerhin.

Von Ekkehard Schulreich

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