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Holzwerk-Brand: Branche bietet Hilfe an

Holzwerk-Brand: Branche bietet Hilfe an

Das Ausmaß der Zerstörungen im Geithainer Holzwerk Ladenburger ist vergleichbar, mit den Schäden nach dem Großbrand vor zwei Jahren. 2013 entstanden 20 Millionen Euro Schaden, als in einer Produktionshalle ein Feuer ausbrach.

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Dienstagnacht brannten drei Produktionshallen der Holzwerke Ladenburger in Geithain ab. Ein Großteil der Fahrzeuge konnte noch vom Gelände gefahren werden.

Quelle: Frank Schmidt

Geithain. "Dieses Mal sind im Verhältnis mehr Maschinen und weniger Holz betroffen. Auch ein Grund, dass die Brandbekämpfung wesentlich schneller zum Erfolg kam", erklärte Geschäftsführer Markus Hauber. Der ist - trotz der schwierigen Herausforderungen bei Unglücken dieses Ausmaßes - optimistisch: "Das Krisenmanagement läuft auf Hochtouren, wir haben bereits neue Anlagen geordert, bestehende Maschinen aus dem Lager geholt und aufgestellt. Ein Notstromaggregat mit 700 KW und eine Notheizung versorgen die Endbehandlung in der Holzproduktion. Für die nötigen Aufenthalts- und Sanitärräume werden nächste Woche Mietcontainer aufgestellt", so Hauber.

Die Kripo hat Donnerstag ihre Ermittlungen abgeschlossen, die Anlagen wurden freigegeben. Hauber: "Die Brandursache war technischen Ursprungs, die Auswirkungen waren aus einer Verkettung verschiedener unglücklicher Umstände zusammengekommen". Bitter für den Chef ist, dass zusätzliche Sicherheitsanlagen, in die auch als Reaktion auf den Brand vor zwei Jahren investiert wurde, "kurz vor ihrer Fertigstellung waren. Eine Sprinkleranlage sollte nächste Woche montiert und daraufhin in Betrieb genommen werden. Mit der Anlage hätte das Ausmaß eingeschränkt werden können." Es habe auch weitere technische Sicherheitsvorkehrungen nach dem Großbrand 2013 gegeben, so Hauber weiter.

Indes setzt der Konzern Ladenburger alles daran, die alten Bedingungen schnell wieder herzustellen. Der Geschäftsführer: "Ein paar Mitarbeiter werden in den nächsten Tagen nach Süddeutschland ins Hauptwerk fahren und dort zwei Anlagen fertigstellen und in Betrieb nehmen. Um dann dort für Aufträge aus Geithain zu produzieren." Das Unternehmen kennt sich mit derartigen Krisensituationen aus. Die Solidarität untereinander ist auch deswegen so groß, weil im bayrischen Werk in Bopfingen im vergangenen Oktober ebenfalls ein Brand Millionenschaden anrichtete. Auch Wettbewerber haben ihre Hilfe angeboten, "die auch dankend angenommen worden ist", berichtet Markus Hauber. Die helfen vor allem mit Material. Denn: Die Endbehandlungsstrecke der Produktion in Geithain ist zwar voll funktionstüchtig und nicht durch den Brand betroffen. "Wenn jedoch aus dem Hobelwerk kein Nachschub kommt, dann würde es schwierig sein, alle Aufträge zu erfüllen. Daher kaufen wir halbfertiges Profilholz von Marktbegleitern dazu und machen in Geithain den letzten Schliff."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.06.2015
Thomas Lieb

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