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Geithain Horst Kempa: Erinnerungen an eine Narsdorfer Kindheit
Region Geithain Horst Kempa: Erinnerungen an eine Narsdorfer Kindheit
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17:27 24.07.2012
Autor Horst Kempa (l.) nach der Lesung beim Schul- und Heimatfest im Gespräch mit Narsdorfern über sein Buch. Quelle: Inge Engelhardt
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Narsdorf

Beim Narsdorfer Schul- und Heimatfest hat er im Dorf seiner Kindheit erstmals öffentlich aus diesen Erinnerungen gelesen – und sich über das starke Interesse gefreut.

Einfache Geschichten sind es, die der 72-Jährige aufgeschrieben hat, von roter und grüner Limonade für 22 Pfennige aus der Ziegelei, vom Erntefest, vom Eisschollenschlittern mit Holzschuhen oder vom Hochbetrieb, der damals noch Tag und Nacht am Narsdorfer Bahnhof herrschte. Die Erzählungen seines Buches „Narsdorf – ein Bauerndorf und seine Kinder" sind nicht auf Spannung aus, nicht auf Effekte, sie berühren durch ihre Authentizität, die das Bild einer ganz anderen Zeit entstehen lässt, der Nachkriegsjahre von 1946 bis 1954. Horst Kempa ist ein Chronist.

Als er dann mit 65 in den Ruhestand gehen musste, fiel er erst einmal „in ein tiefes Loch". Um da wieder rauszukommen, fing er an, seine Erlebnisse aufzuschreiben, hatte zunächst nicht vor, irgendetwas zu veröffentlichen. Das Buch über seine Narsdorfer Kindheit habe er vor zwei Jahren in dem Winter mit dem vielen Schnee geschrieben – rein aus dem Gedächtnis, er habe keinerlei Aufzeichnungen gehabt. Die Resonanz auf den schmalen Band bewegt ihn sehr. Viele würden es verschenken; mancher, der mit ihm sprach, habe geweint. Viele Bezüge zu Narsdorf, aber auch zu Kohren-Sahlis gibt es im ersten Band seiner Triologie „50 Jahre erlebte Landwirtschaft im Osten Deutschlands".

Politische Bücher wollte Kempa nie schreiben, nicht feststellen, was gut oder schlecht ist, das gelte auch für sein jüngstes Buch „Die Landwirtschaft im Schatten der Ereignisse der Jahre 1989/1990". Das Schreiben sei nicht das Problem, zeitaufwendig sei das Recherchieren – aber auch interessant. Derzeit bereitet der Autor ein Buch über Aktivitäten eines Rentnervereins von ehemaligen leitenden Landwirten aus Sachsen vor. „Ich weiß nicht, was an Büchern noch kommen wird", sagt der zweifache Vater und Opa, der auf ein Urenkelchen hofft. Noch ausführlicher berichtet die Leipziger Volkszeitung, Ausgabe Borna-Geithain, am Mittwoch.

Inge Engelhardt

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