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Geithain Hortplätze fehlen in Frohburg - neue entstehen in der Grundschule
Region Geithain Hortplätze fehlen in Frohburg - neue entstehen in der Grundschule
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15:58 19.05.2015
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Frohburg

Zu Beginn des neuen Schuljahres fehlen 25 Plätze. Die Horte "Schlaufüchse" - die Einrichtung hat 121 Plätze - "Die Einsteins" mit Platz für 83 Mädchen und Jungen sowie die Kindertagesstätte Eschefeld, wo maximal 14 Hortkinder betreut werden können, sind ausgelastet. Deshalb suchte die Verwaltung gemeinsam mit Landkreis, Landesjugendamt, den Frohburger Schulen und Einrichtungen nach Alternativen. Und fand die einzig umsetzbare Lösung im Untergeschoss der Grundschule - um den Preis, dass der Schulklub der Oberschule, der hier seine Heimstatt hat, umziehen muss.

"Die Zeit des erhöhten Bedarfes können wir überbrücken, indem wir die Grundschule Frohburg mitnutzen. Ich bin froh, dass die Schulleiter das so mittragen", sagte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) vor dem Stadtrat. Eine Doppelnutzung von Grundschul-Klassenzimmern, wie ursprünglich ins Auge gefasst, sei nicht praktikabel. Sowohl Grund- als auch Oberschule verzeichneten steigende Schülerzahlen und benötigten alle Zimmer für eine reibungslose Gestaltung des Unterrichts.

Oberschulleiter Ingo Pfretzschner habe jedoch - trotz der Befürchtung, die anerkannte Klubarbeit könnte so weniger angenommen werden - signalisiert, dem Schulklub nachmittags das Kunstkabinett samt Nebenräumen als Interim anzubieten, um so den Klubkeller für die Hortbetreuung freizulenken. Organisatorisch angegliedert würde diese Hortgruppe an die Einrichtung "Schlaufüchse". Zuvor hatte das Landesjugendamt abgelehnt, die Kapazität der beiden Horte in der Innenstadt zeitweilig aufzustocken.

Der Stadtrat folgte dem Vorschlag der Verwaltung, der zuvor in den Gremien besprochen worden war, ohne Diskussion.

Zwar hätten Eltern - anders als in Krippe und Kindergarten - keinen Rechtsanspruch auf einen Hortplatz, argumentierte Hiensch. Doch da sich Frohburg "ein Stück weit über seine gut ausgebaute und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung definiere", wolle man sich auf diese Position nicht zurückziehen. In den vergangenen sechs, sieben Jahren sei die Zahl der Grundschüler, die den Hort besuchten, von 70 auf 91 Prozent gestiegen. Die Annahme, dass die zahlreichen Ganztagsangebote der Schule für einen Rückgang sorgten, habe sich mitnichten bewahrheitet. Abgesehen davon gebe es zwischen Hort und Ganztagsbetreuung große Schnittmengen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.05.2015
Ekkehard Schulreich

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