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Geithain Im Bademantel von der Ferienwohnung ins Riff: Thermen-Ressort wird in Bad Lausick gebaut
Region Geithain Im Bademantel von der Ferienwohnung ins Riff: Thermen-Ressort wird in Bad Lausick gebaut
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00:18 11.12.2016
So soll das Thermen-Ressort aussehen, das über einen Wandelgang mit dem Kur- und Freizeitbad Riff verbunden ist. Quelle: Architekturbüro Höer
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Bad Lausick

Mit einem Thermen-Ressort will Bad Lausick mehr Wellness-Gäste und Gesundheitsurlauber in die Stadt und vor allem in das Kur- und Freizeitbad Riff holen: Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit sind die Weichen für das in Summe knapp vier Millionen Euro teure Bauvorhaben jetzt gestellt. Der Bau unmittelbar neben dem Riff soll im Frühjahr 2017 starten. Die ersten Gäste sollen im Laufe des Jahres 2018 die Ferienwohnungen und den Bademantel-Gang hinüber ins Bad nutzen können.

„Der Zuwendungsbescheid über die Fördermittel liegt vor. Damit ist die Finanzierung gesichert“, sagt Henry Heibutzki, Geschäftsführer der Kur GmbH. Das kommunale Unternehmen ist am Bauherrn, der eigens für dieses Vorhaben gegründeten Bad Lausicker Thermen Ressort GmbH, mit knapp 25 Prozent beteiligt. Die weiteren Gesellschafter sind zehn Privatpersonen aus der Stadt und der Region. Der Neubau wird im Rahmen der Wirtschaftsförderung durch die Sächsische Aufbaubank mit 30 Prozent bezuschusst. Der große Rest sind privates Kapital und Bankkredite.

„Seit das Kurhotel der Michels-Gruppe zur Reha-Klinik Haus Herrmannsbad umgewidmet wurde, fehlt es an anspruchsvoller Übernachtungskapazität, die unmittelbar mit unseren Kur- und Wellness-Angeboten verbunden ist“, sagt Heibutzki, zugleich Geschäftsführer des Ressort-Betreibers. Um Kur und Tourismus in Bad Lausick weiter zu entwickeln und um der Kurstadt neue Gästepotenziale zu erschließen, sei die neue Herberge unverzichtbar. „Wellness- und Gesundheitsurlaube sind ein nach wie vor wachsender Markt, den wir mit unserem Riff bedienen können und wollen.“ Auf diese Weise werde auch das in den 90er-Jahren aufwendig erbohrte Thermalwasser einem noch größeren Publikum zugänglich gemacht und gesundheitsfördernd angewendet. „Ob in Bad Elster oder in Bad Düben: Viele Kurorte nicht nur in Sachsen bieten ein solches Haus an, wie wir es jetzt in unserer Stadt errichten werden“, sagt Henry Heibutzki. Das gehöre inzwischen beinahe zum Standard und werde von den Gästen – das zeigten die Nachfragen – zu Recht erwartet.

Das vierstöckige Gebäude, das vis-à-vis des Freizeitbad-Eingangs errichtet wird, verfügt über 23 Ferienwohnungen. 16 von ihnen haben zwei Zimmer. Es gibt Gastronomie und eine separate Wellness-Abteilung. Über einen sogenannten Bademantel-Gang, den die Kur GmbH selbst errichtet, sollen alle Angebote im Riff auf kurzem und klimatisiertem Weg erreichbar sein. Entworfen hat das Gebäude das Bad Lausicker Architekturbüro Höer, das in der Kurstadt unter anderem den Sitz von Sächsischer Bläserphilharmonie und Deutscher Bläserakademie sowie zuletzt die Sporthalle plante. Auf der Grünfläche zwischen dem Schwanenteich und dem Riff hatte vor Jahren bereits ein privater Investor den Bau eines Hotels erwogen. Jetzt wird ein Teil dieses Areals für das Thermen-Ressort genutzt.

Von Ekkehard Schulreich

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