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Geithain Im Schloss Prießnitz soll sich bald was tun
Region Geithain Im Schloss Prießnitz soll sich bald was tun
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16:35 09.11.2012
Der Stadtrat Frohburgs polte um: Im Schloss Prienitz sollen bald Sanierungsarbeiten starten. Quelle: Thomas Lang
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Frohburg

So, wie es ein Förder- und Projektantrag an den Koordiinierungskreis der Leader-Region „Land des Roten Porphyr“ besagt. Eigentlich war alles etwas anders gedacht. Während der Bauzeit, in der der Kindergartenbereich der benachbarten Kita „Kinderland“ modernisiert werden sollte, waren die Erdgeschossräume und die ehemalige Schulküche im Schloss Prießnitz als Ausweichquartier ins Auge gefasst. Dafür sollten sie schon in diesem Jahr baulich so vorgerichtet werden, damit hier während der Bauzeit die Mädchen und Jungen des Kindergartens befristet untergebracht werden könnten. Danach sollten sie als Gemeinschaftsräume für die Dorfgemeinschaft nachgenutzt werden. Doch die Überlegungen gingen nicht auf. „Obwohl die Baugenehmigung zur Modernisierung der Kita vorliegt und wir gleichzeitig alles versuchten, Fördermittel dafür zu erhalten, wurden 2012 keine bewilligt“, erläuterte Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) die Lage. Ergo wurden auch noch keine Baumaßnahmen im Schloss realisiert, um es als Ausweichquartier baulich vorzurichten. Da sich selbst bis August keine Förderung für die Kita-Modernisierung im Jahr 2013 abzeichnete, wird diese Maßnahme vorerst ins Jahr 2014 verschoben. „Sollte sich zwischenzeitlich jedoch was ergeben, werden wir das Vorhaben wieder vorziehen, da es für die Kindertagesstätte im jetzigen Zustand eine Vielzahl baulicher Auflagen gibt“, kündigte Hiensch an. Die vorbereitenden Maßnahmen im Erdgeschoss des Schlosses – für Teilleistungen wurden bereits denkmalpflegerische Genehmigungen eingeholt und mit Fachfirmen und Behörden Vorabstimmungen getroffen – ließen Kosten von 100 000 Euro erwarten. Ein großer Teil davon wurde aber bereits eingesetzt, um das Dach des Herrenhauses zu sanieren, das erheblich teurer wurde als gedacht (die LVZ berichtete). Somit ständen im diesjährigen Haushalt nur noch 22 000 Euro bereit, um das Erdgeschoss des Schlosses vorzurichten. „Aufgrund der aktuellen Sachlage schlägt die Verwaltung vor, die Konzeption zu ändern. Unter der Voraussetzung, dass für den Projektantrag im Ile-Gebiet Fördermittel bewilligt werden, sollten wir einen Teilbereich zu Veranstaltungs- und Versammlungsräumen umgestalten“, so das Stadtoberhaupt. Die Verwaltung werde schnellstens einen Zuwendungsbescheid beim Amt für Ländliche Entwicklung dafür einreichen, so dass – würden die und ein vorzeitiger förderunschädlicher Baubeginn genehmigt – sofort mit den noch 2012 zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln begonnen werden könnte, die Räume baulich vorzurichten. Zwar lägen die Gesamtkosten von 100 000 Euro deutlich über dem Kostenrahmen, der für das Ausweichquartier der Kita vorgesehen war und bei der Hälfte lag. „Doch da die Maßnahme mit etwa 63 000 Euro gefördert wird, liegt der erforderliche Eigenmittelanteil der Stadt insgesamt niedriger“, so Hiensch. Kämen für die geplante Modernisierung des Kindergartenteils der Kita dann mal Fördermittel, könnten die Räumlichkeiten trotzdem befristet für etwa ein Dreivierteljahr als Ausweichquartier genutzt werden.

Thomas Lang

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