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Geithain Im Torhaus geboren – nun zu Besuch
Region Geithain Im Torhaus geboren – nun zu Besuch
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18:49 11.09.2018
Harald Große (li.) und Bernd Richter im Geithainer Torhaus. Quelle: privat
Geithain

Einen bemerkenswerten Besucher konnte Bernd Richter, Vorsitzender des Geithainer Heimatvereins, kürzlich im Torhaus des Geithainer Stadttores begrüßen: Harald Große ist 1952 der Letztgeborene im Torhaus und hat bis 1954 dort mit seinen Eltern Heinz und Elfriede Große gewohnt. Danach zog die Familie nach Böhlen um.

Besuch in der Geburtsstadt

Längst in Paderborn zu Hause, besuchte er mit seiner Frau und seiner Schwester jetzt seine Geburtsstadt. „In einem sehr interessanten Gespräch konnte ich viel über die früheren Bewohner des Torhauses erfahren“, freute sich Richter über diese Begegnung. „Insbesondere seine Schwester konnte sich gut an die Besuche bei der Großmutter im Torhaus erinnern.“ Die Großmutter Elsa Große habe bis zu ihrem Tod 1989 darin gewohnt; Großvater Kurt starb bereits 1973. Harald Große wurde 1990 in Paderborn ansässig.

Erinnerungen an das alte Zuhause

„Über dem Tor war die Stube, davor die Küche. Im rechten Raum ist das Schlafzimmer der Großeltern gewesen. Hinter den Bildern war das Plumpsklo. Im Büro oben haben meine Eltern und ich geschlafen. In den anderen Zimmern waren auch Betten. Der 3. Stock war nur für Holz und anderes Zeug als Abstellkammer gedacht. Unten im Keller – heute das WC – waren die Kohlen und Kartoffeln gelagert. Im Hof hatte der Opa Hasenställe“, erinnerte sich Harald Große an die damalige Situation. Heute dient das Wohnzimmer dem Heimatverein als Büro. Wo Große bei seinen Besuchen schlief, ist das Vereinsarchiv untergebracht.

Stadttor atmet Geschichte

Das Stadttor, einst das Niedertor, gehört zu den ältesten erhaltenen Bauten Geithains. Das Obertor an der Dresdner Straße wurde 1845 abgebrochen. Ursprünglich besaß die Stadt sogar vier Tore. Unmittelbar vor dem Einmarsch der US-Amerikaner im April 1945 blieb ein flüchtender deutscher Panzer im Tor stecken. 1981 wurde es durch einen Unfall in Mitleidenschaft gezogen, 1987 für den Autoverkehr schließlich gesperrt. 1990 erwarb die Stadt das Torhaus, überlässt es seit 1992 dem Heimatverein als Domizil. Ehe Familie Große im Tor lebte, wohnte hier ein Herr Probst; er war für die Geithainer Gaslaternen verantwortlich.

Von es

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