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Geithain Immer höhere Ausgaben für das Freibad: Frohburg zieht Eintrittspreise an
Region Geithain Immer höhere Ausgaben für das Freibad: Frohburg zieht Eintrittspreise an
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07:00 14.03.2017
Der Eintritt ins Frohburger Freibad wird in dieser Saison teurer. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg

Wer sich ab April eine neue Saisonkarte für das Frohburger Freibad kauft, wird feststellen: Sie ist teurer als im vergangenen Jahr. Statt 40 Euro zahlen Erwachsene dafür künftig 56 Euro. Der Kartenpreis für Kinder steigt von 25 auf 34 Euro. Entsprechend erhöht werden auch die Preise für Einzel-, Familien-, Gruppen- und Zehn-Tages-Karten. Das beschloss der Frohburger Stadtrat. Er folgt damit einhellig einem Vorschlag der Verwaltung. Grund für die Anhebung: gestiegene Betriebskosten und erhebliche Investitionen.

„Trotz der Erhöhung haben wir weiterhin niedrige Eintrittspreise“, sagte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW). Die Tageskarte für Erwachsene koste in Frohburg künftig 2,50 Euro (bisher 2 Euro). Damit liege man gleichauf mit Regis-Breitingen und Böhlen. In Geithain würden 2,80 Euro verlangt, in Penig und Altenburg 3 Euro. Vergleichbar sei die Situation beim Kinder-Ticket, das 20 Cent teurer wird und nun 1,20 Euro kostet. Bei der Zehn-Tages-Karte und der Saisonkarte bleibe Frohburg deutlich günstiger als Freibäder in den Nachbarkommunen.

Der Betrieb eines Freibades in den hiesigen Breiten sei „regelmäßig defizitär“ und führe „fortlaufend zu erheblichen Verlusten für die Gemeinden“, zitierte Hiensch aus einer aktuellen Stellungnahme des Städte- und Gemeindetages. Das zeige sich auch an den Zuschüssen, die Frohburg Jahr für Jahr gewähre, um den Betrieb im 1936 eröffneten Naturbad aufrecht erhalten zu können. Der lag im vergangenen Jahr bei knapp 125 000 Euro, im Vorjahr waren es 98 000 Euro gewesen. Durch die Einnahmen habe man lediglich eine Kostendeckung von elf beziehungsweise 24 Prozent in diesen beiden Jahren erreichen können.

„Die Betriebskosten sind in den letzten Jahren massiv angestiegen“, so der Bürgermeister. Das betreffe Energie, Wasser und Abwasser gleichermaßen. Seit 2011 etwa hätten sich die Ausgaben für das Abwasser beinahe verdoppelt; die Energiekosten lägen um mehr als ein Drittel höher, die Trinkwasserkosten um mehr als ein Viertel. Hinzu kämen zahlreiche Investitionen seit 2011, etwa in das Natur- und das Kinderbecken, der Austausch der Sonnenkollektoren und – ganz aktuell – die Erneuerung der Dosier-, Mess- und Regeltechnik. Letzteres kostet 25 300 Euro; der Stadtrat traf hierzu einen gesonderten Beschluss. Besagte Technik ging mit dem Neubau des Kinderbeckens 1999 in Betrieb und sei nur durch gute Pflege über diesen langen Zeitraum gebracht worden. In den vergangenen Jahren aber verursachte sie einen wachsenden Wartungs- und Reparaturaufwand und brachte die Aufrechterhaltung des Badebetriebs zunehmend in Schwierigkeiten. Schon 2014 sollte die Technik ersetzt werden, was aber an der Frohburger Haushaltsituation scheiterte. Jetzt wurden Angebote eingeholt und die Firma Witty mit der Ausführung beauftragt.

Die Erhöhung der Eintrittspreise war zuvor im Verwaltungsausschuss im Februar nicht öffentlich behandelt worden. Einen neuerlichen Diskussionsbedarf sah keiner der Abgeordneten. Der Beschluss fiel einstimmig.

Von Ekkehard Schulreich

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