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In Dirndl und Lederbuxen

In Dirndl und Lederbuxen

Als Andreas Gabalier ins Rampenlicht trat, war die Stimmung im Ebersbacher Festzelt schon hochtourig, aber durchaus noch zu steigern: Nicki Thorand, das Mikrofon auf einem Hirschgeweih drapiert, wusste ganz genau, was den Oktoberfestlern imponiert.

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Nach sieben Jahren Abstinenz ein zweites Oktoberfest in Ebersbach: Nicki Thorand als Andreas Gabalier.

Quelle: Jens Paul Taubert

Ebersbach/Frohburg. Schließlich ist das Showprogramm des Sportvereins Blau-Weiß stets ein Höhepunkt der alljährlichen Dorffeste. Ein hervorragender Grund, am späten Freitag - bei der zweiten Oktoberfest-Auflage - noch einmal ein Best of zu präsentieren. Bei dem Udo Lindenberg alias Frank Hentschel mit seiner Cello-Ballade nicht fehlen durfte.

"Ist doch schön für unser kleines Dorf, dieses Fest. Und dass so viele in Trachten gekommen sind", meinten Diana Bornschier und Annelies Titze, die an einem der langen Tische im proppevollen Zelt Platz genommen hatten. Zünftig in Leder gewandet hatte sich Marcel Heinrich: "Vier Jahre habe ich in Bayern gewohnt und mir keine Lederhose gekauft. Jetzt, wieder zu Hause, bin ich dem Hype erlegen."

"In Ebersbach ist es immer schön. Wir kommen zu jedem Fest", meinte Carsten Kraft, gebürtiger Etzoldshainer. Seine Frau Katrin, aus Thierbaum stammend, konnte das nur bekräftigen. Außerdem: "Das Oktoberfest ist eine gute Gelegenheit, das Dirndl auszuführen." Das Bayrischste an Erhard Haack war der Hut aus Filz, den er gewöhnlich zum Wandern trägt. "Ich war schon oft in Bayern, um zu feiern - aber bei uns ist es schöner", sagte er. Der Ebersbacher Sportverein, der am Tag der Deutschen Einheit seit Jahren Fußballteams aus der Region zu einem Turnier einlädt, wollte es diesmal nicht beim Anstoß belassen, sondern setzte mit dem Anzapfen noch einen drauf.

Gleich drei Tage Oktoberfest wurden in Frohburg gefeiert - ebenfalls zum zweiten Mal. Schützenhaus-Wirtin Sophie Braunert und ihr Vater Wolfgang hatten an der Wyhra ein großes Festzelt aufgestellt. Die "Thüringer Kreuzbuben", gerade noch auf dem Bornaer Stadtfest zugange, besorgten hier am Freitagabend einen stimmungsvollen Auftakt nach Maß. Am Sonnabend dann klang es wie früher im "Tal": Der Sphinx-Gitarrenklub ließ die Siebziger wiederaufleben, und die Frohburger Band "Kurzschluss" spielte. DJ Fritz aus Narsdorf sorgte an beiden Abenden für die passende Musik zum Tanzen.

"Wir wollen mal wieder fröhlich beieinander sein", gab Gerlinde Pantermehl aus Frohburg die Losung des Abends aus. Zum ausgelassenen Freundeskreis am Tisch gehörte auch Isolde Stoy, die sich bereits auf den Sonntagvormittag freute: "Da spielt die Feuerwehrkapelle. Da kommen wir auf alle Fälle noch mal." Noch ehe Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) mit kraftvollem Hammerschlag das erste Fass anzapfte, brachten die "Kreuzbuben" schon das Publikum zum Schunkeln und Mitsingen. Am Tisch, wo Marco Peters mit Freunden aus Kohren-Sahlis, Jahnshain und Wüstenhain Platz genommen hatte, hielt man sich mit Schunkeln vorerst zurück. "Wir waren hier noch nicht zum Oktoberfest. Deshalb dachten wir, wir schauen uns das mal an", sagte er. Da hatte Anne Kiesewetter (Frohburg) einen Wissensvorsprung: "Voriges Jahr war es sehr schön. Deshalb sind wir wieder mit dabei." Nancy Hegewald (Kohren-Sahlis) ergänzte: "Wir ziehen gerne Dirndl an. Die Gelegenheit muss man ausnutzen."

Das taten auch die Damen und Herren des Frohburger Turnvereins, die sich einen Tisch reserviert hatten und sich nicht nur als Zuschauende verstanden. "In unserem Tanzklub pflegen wir sämtliche Tänze, die es gibt", meinte Frank Herrling. Da die Gruppe auf dem Saal des Schützenhauses trainiert, "da revanchieren wir uns mit einem Auftritt". Der keine Pflicht, vielmehr Kür war, wie Matthias Heinke bestätigte: "Wir sind zum zweiten Mal hier. Und die Stimmung ist wieder sehr gut." Das war gestern Vormittag nicht anders, als es Blasmusik mit der Feuerwehrkapelle Frohburg gab. Summa summarum mehrere Hundert Besucher beim Fest, so das Fazit von Wolfgang Braunert: "Das haben wir uns gewünscht. Wir sind zufrieden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.10.2014
Ekkehard Schulreich

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