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Geithain In Vorweihnachtsstimmung singen
Region Geithain In Vorweihnachtsstimmung singen
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15:06 19.05.2015
Ein Weihnachtsmann, der nicht nur Lieder einfordert, sondern der zur Gitarre gern selbst welche singt - damit kann Bad Lausick aufwarten. Quelle: Thomas Kube

"Klein, aber oho" nannte Günther Cramer, der gestern aus Geithain herübergekommen war, den Bad Lausicker Weihnachtsmarkt. "Wir wollen uns bei einem Glühwein treffen und ein wenig in Weihnachtsstimmung bringen", meinte Ryta Geneiß aus Bad Lausick, und ihre Begleiterin Anke Sela ergänzte lachend: "Wir müssen die einheimische Wirtschaft unterstützen. Der Markt ist schön, aber sonst könnte ruhig ein bissel mehr passieren."

Seit Freitagnachmittag lockte der Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus, organisiert von Unternehmern unter Federführung des Stadtfördervereins, Besucher an, lud zum Bummeln, Schauen, Schwatzen. Geschäfte hatten geöffnet, Verkaufsstände waren aufgebaut. Auf der Bühne vor dem Rathausportal gab es drei Nachmittage voller Kultur und Unterhaltung. "Wir haben das Angebot an Weihnachtstypischem sogar erweitern können. Das freut uns", sagte Vereinschef Dirk Hobler mit Blick etwa auf den Stand eines Glasbläsers. Erstmals in Bad Lausick waren Katrin Pieruschka und Egbert Ermer von der Müglitztaler Holzverarbeitung, die nicht nur erzgebirgische Holzwaren anboten, sondern auch Gaumenfreuden - und um einen Feuerkorb rustikale Sitzmöbel aufgestellt hatten. "Gutes Bühnenprogramm, freundliche Leute, wir müssen nicht erst überredet werden, um nächstes Jahr wiederzukommen", sagte Ermer.

Als willkommene Unterbrechung des Kur-Alltags nahm Andrea Gölzer aus dem Mansfelder Land den Weihnachtsmarkt an. Gemeinsam mit anderen Patienten aus der Sachsenklinik ließ sie sich einen Becher Glühwein schmecken. "Der Markt hier ist schon okay", sagte der Görlitzer Manfred Hubrich.

Während viele auf dem Platz sich mit Glühwein oder Tee bei Laune hielten, kuschelten sich Saskia und Cosimo Facciolati in dicke Decken ein. In einem kleinen Pferch, eskortiert von zwei Schafen des Schäfermeisters Friedrich, verkörperten sie die heilige Familie - und hatten ihren Spaß dabei, so Saskia: "Außerdem gibt es viele nette Leute, die bringen uns auch mal was Heißes zu trinken." Daniela Stein, die die Schafe versorgte, lobte die Markt-Organisatoren: "Die machen ihre Sache gut. Deshalb sind wir seit Jahren gern dabei."

"Die geben sich viel Mühe", bestätigten Ilse Kroke und Manfred Kober aus Ballendorf. Deshalb besuche man den Bad Lausicker Weihnachtsmarkt in jedem Jahr. Extra aus Liebertwolkwitz macht sich Jahr für Jahr Lutz Kiesling auf den Weg: "Die Kräppelchen schmecken hier einfach so gut." Bekannte treffen, einen Glühwein trinken, das wollte Steffen Peters aus Ballendorf. Sein Sohn Johann (9) hatte sich für den Weihnachtsmann präpariert: "Ich werde ihm etwas vorsingen." Zum Singen war gestern auch Günther Tietz gekommen, als Mitglied des Bad Lausicker Männerchores, der am Nachmittag auf der Bühne stand: "Für uns ist das ein wichtiger Termin. Unseren letzten Auftritt für dieses Jahr haben wir dann am Heiligabend in der Kilianskirche."

Mit einem eigenen Stand war die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Bad Lausick vertreten, um für die Hilfe für Menschen in Rumänien und Moldawien zu werben. "Mehr als 90 Päckchen wurden schon abgegeben. Dafür danken wir herzlich", meinte Markus Focking. Am dritten Advent sei Annahmeschluss; dann würden die Hilfsgüter in beide Länder gebracht und durch Partner vor Ort verteilt.

Ein großer Erfolg wurde der Auftritt der Zwenkauer Sängerin Jasmin am Sonnabendnachmittag, die erstmals in der Kurstadt zu hören war. Veranstalter Dirk Hobler: "Da war der Marktplatz richtig voll. Und sie hat eine halbe Stunde Zugaben gegeben."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.12.2013
Ekkehard Schulreich

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