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Geithain Inliner-Verfahren hält Eingriffe in die Natur der Eschefelder Teiche in Grenzen
Region Geithain Inliner-Verfahren hält Eingriffe in die Natur der Eschefelder Teiche in Grenzen
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13:19 11.05.2016
Die Eschefelder Teiche werden saniert. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg

Bis zum August soll klar sein, wie die Eschefelder Teiche in Ordnung gebracht werden können. Das ist das Ergebnis einer Beratung des Kultur- und Umweltausschusses des Landkreises. Das Naturschutzgebiet war nach einer Entscheidung des Kreistages im Dezember zu Jahresbeginn in die Obhut des Landkreises übergegangen (die LVZ berichtete).

Dabei geht es insbesondere um „die Ertüchtigung der Rohrleitung“, durch die die Teiche mit Wyhra-Wasser aus Frohburg versorgt werden. Dabei soll mit dem Inliner-Verfahren ein hochmodernes Verfahren zum Einsatz kommen, sagt Gerald Lehne (CDU), Erster Beigeordneter im Landkreis Leipzig. Das Verfahren besteht darin, dass schlauch- oder manschettenförmiges Material aus synthetischem Gewebe in ein Rohr eingebaut wird. Durch die Verwendung von Chemikalien härtet das Gewebe schließlich aus und bildet eine neue stabile Innenhaut für das Rohr. Das bedeute unterm Strich, dass die unvermeidlichen Eingriffe in das Naturschutzgebiet vergleichsweise gering sind, so Lehne.

Als das Landratsamt die Teiche, die sich westlich von Frohburg bis zum Ortsteil Eschefelder erstrecken, zu Jahresbeginn übernahm, herrschte erheblicher Wassermangel im so genannten Großteich. Wegen der Instandsetzungsarbeiten waren die anderen Teiche ebenfalls ausgetrocknet. Mittlerweile, so der Beigeordnete, sei ein Ingenieurbüro kontaktiert worden, dass Vorschläge für die Sanierung des Rohrteichs erarbeiten soll. Die sollen bis August vorliegen, so dass die Arbeiten nach einer Ausschreibung im September im Oktober beginnen könnten. Auf Initiative des Landratsamtes wird der Ziegelteich von August an von der Firma Deges vollständig entschlammt. Noch in diesem Jahr soll die Wasserzuführung bei Bedarf sichergestellt werden. In den Teichen werde zudem dafür gesorgt , dass sich die schädliche Vegetation in Grenzen hält. Fischpächter Udo Wolf aus Beucha bei Bad Lausick, der auch den Breiten Teich in Borna bewirtschaftet und die Eschefelder Teiche nutzt, wird deshalb künftig neben Spiegelkarpfen auch Graskarpfen in die Gewässer einsetzen, so dass sich das Problem auf natürliche Weise regulieren lässt.

Die Eschefelder Teiche erstrecken sich auf einer Fläche von 562 Hektar. Sie wurden im 18. Jahrhundert von den Herren des nahen Ritterguts in Frohburg zur Fischzucht angelegt. Größter Teich ist der Großteich bei Eschefeld. An seinem Rand befindet sich eine kleine Siedlung, das Teichhaus, die aus dem 1780 für die wirtschaftliche Nutzung errichteten Vierseithof entstanden ist. Gespeist werden die Teiche überwiegend aus Niederschlagswasser sowie über die Rohrleitung mit der Wasser aus der Wyhra. Die Rohrleitung ist in einem desolaten Zustand, so dass wegen fehlenden Wassers der Wasserspiegel im Großteich deutlich unter dem normalen Niveau liegt. Das hat Folgen für die Vögel, die die Teiche als Gebiet für die Nahrungssuche sowie als Ort für die Brut nutzen.

Von Nikos Natsidis

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