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Internationale Schule wächst in Geithain – erstmals zwei erste Klassen

Bildung Internationale Schule wächst in Geithain – erstmals zwei erste Klassen

Eine Fremdsprache im täglichen (Unterrichts-)Gebrauch praktizieren: Darauf setzt die Saxony International School, die in Geithain zwei Gymnasien und seit dem Sommer 2016 auch eine Grundschule betreibt. Elitär wolle man nicht sein, sagt Geschäftsführer Rüdiger School. Er plädiert für ein engeres Zusammenarbeiten aller Schulen und Kindereinrichtungen in der Stadt.

Schule.

Quelle: Fotolia

Geithain. Mit zwei Mädchen und einem Jungen startete die allererste 1. Klasse der International Primary School Geithain (IPS Geithain) vor einem Jahr. Klassenleiterin Susann Gattermann, die zugleich Schulleiterin der im Aufbau befindlichen privaten Grundschule ist, konnte getrost für sich beanspruchen, die kleinste 1. Klasse des Landkreises Leipzig unter ihre Fittiche zu nehmen.

Am Ende des ersten Schuljahres war die Zahl der Mitschüler bereits auf zwölf gewachsen. Während sie inzwischen eine Klassenstufe weiter rückten, konnten jetzt gleich zwei neue 1. Klassen aufgenommen werden. Bei aktuell 32 Anmeldungen erlaubt das eine komfortable Klassenstärke von je 16 Köpfen. Dieser enorm wachsende Zuspruch ist für Rüdiger School, Geschäftsführer der Saxony International School – Carl Hahn (SIS), der Beweis für eine richtige strategische Entscheidung.

„Immer mehr Eltern legen großen Wert darauf, dass ihre Kinder bereits frühzeitig mit einer Fremdsprache aufwachsen. Sie tragen damit einer zunehmend globalen Welt Rechnung“, sagt er. Ein solches Angebot unterbreite bereits seit Jahren die Geithainer Kindertagesstätte „Little Stars“ des Trägers IWS in unmittelbarer Nachbarschaft. Die SIS betreibt im Haus des einstigen Felixmüller-Gymnasiums seit 2008 das Internationale Wirtschaftsgymnasium; zwei Jahre später legte man mit dem Internationalen Gymnasium nach. In beiden ist Englisch die Hauptunterrichtssprache. „Uns war es wichtig, mit der Gründung der IPS Geithain eine Lücke zu schließen.“ Dabei setze man wie im Falle der beiden weiterführenden Schulen auf Heranwachsende nicht nur aus der Stadt Geithain selbst, sondern ebenso aus dem weiteren Umfeld bis Rochlitz und Frohburg.

Die Erfahrungen auch aus den zahlreichen anderen Schulen, die der Bildungsträger in Sachsen unterhält, zeigen, dass gerade auch in der IPS die Zahl der Schüler im Laufe der vier Jahre noch steigen werde. Dass man im Sommer 2016 mit nur drei Schülern gestartet sei, habe an der durch die Sächsische Bildungsagentur erst sehr spät erteilten Genehmigung gelegen: „Viele der Interessenten sahen sich gezwungen, sich anders zu orientieren; nicht wenige aber wechselten dann zu uns.“

Während das Wirtschaftsgymnasium bereits mehrfach Absolventen verließen, ist das neue Schuljahr für das Internationale Gymnasium ein besonderes: Der erste Jahrgang, der im Haus seit Klasse 5 unterrichtet wird, steht vor dem Abitur. Und damit haben auch die ersten die Chance, zusätzlich zu ihrem regulären Abschluss das International Baccalaureate Diploma, kurz IB-Diploma, abzulegen. Es öffnet weltweit den Zugang zu zahlreichen Universitäten und wird School zufolge in Sachsen außer in Leipzig, Dresden und Meißen nur in Geithain angeboten.

Der in Geithain mitunter zu hörende Vorwurf, der private Bildungsträger würde die staatlichen Schulen in die Bredouille bringen, kann der Geschäftsführer nicht nachvollziehen. „Ich halte das für falsch. Wir sehen uns nicht als Konkurrenz. Im Grunde muss jedem in der Stadt an einer attraktiven Schullandschaft gelegen sein. Sie ist ein entscheidender Faktor für junge Familien.“ Nur gemeinsam komme man voran. Eine engere Zusammenarbeit mit der Paul-Guenther-Schule und den anderen Kindereinrichtungen sei wünschenswert. Darin sehe er sich eins mit Bürgermeister Frank Rudolph (UWG), der ein aufgeschlossener und verlässlicher Partner sei. Er habe auch den Anstoß dafür gegeben, dass der Bildungsträger die Mehrzweckhalle kaufte. Für die Kommune brachte das aufgrund günstigerer, passgenauer Mietkonditionen erhebliche Einsparungen – „und für uns ist die Halle angesichts der Entwicklung der Schülerzahlen unverzichtbar“.

Von Ekkehard Schulreich

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