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Geithain "Investition in die Zukunft"
Region Geithain "Investition in die Zukunft"
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14:08 19.05.2015
Ingo Pfretzschner (li.), der Leiter der Frohburger Oberschule, beim Unterricht im Chemiekabinett der Schule. Wirklich modern ist es nicht mehr. Quelle: Jens Paul Taubert

on in die Zukunft", argumentiert auf LVZ-Nachfrage Ingo Pfretzschner, der Leiter der Oberschule "Maxim Gorki". Mit einem solchen Anbau könnte die Schule im naturwissenschaftlichen Bereich moderner werden. Die Kabinette für Chemie und Physik sind kurz nach der Wende neu geschaffen worden. Nach rund 20 Jahren seien sie vom Standard her nicht mehr wirklich modern. Sie müssten neu ausgestattet werden, hätten nach den aktuellen Richtlinien im Freistaat eigentlich größer zu sein, um mehr Technik aufnehmen zu können. Zuleitungen sollten von der Decke erfolgen und Vorbereitungsräume müssten großzügiger sein. Wenn die Stadt dafür Geld in die Hand nimmt, wäre das Schaffen eines neuen naturwissenschaftlichen Traktes aus Sicht des Schulleiters die beste Lösung. Dann würde es im Haus beispielsweise zwei Physikkabinette geben - ein altes und das neue. Der angedachte Trakt würde erlauben, naturwissenschaftliche Angebote zu stärken, auch im Rahmen der Ganztagsangebote über den Unterricht hinaus. Schülerbibliothek und Schülercafé könnten großzügiger werden, ebenso das Hauswirtschaftskabinett. Nicht auf dem erreichten Stand zu verharren, das ist Pfretzschner wichtig. Mit einer sehr guten naturwissenschaftlichen Ausbildung hätten Frohburger Schulabgänger gute Chancen bei den zahlreichen Großbetrieben in der Region - von der Autoindustrie bis zu Energieerzeugern, ist er überzeugt.

Die Denkmalbehörde hat, wie berichtet, einem Erweiterungsbau am Nordgiebel, das heißt in Richtung August-Bebel-Straße, zugestimmt. Der Schulleiter freut sich darüber. Wichtig sei es, alte Häuser zu schützen - sie mit Neuem zu ergänzen, sei aber mindestens ebenso wichtig. Nach Pfretzschners Vorstellung sollte ein Anbau im modernen Stil das über 110 Jahre alte denkmalgeschützte Gebäude ergänzen - ähnlich wie die Erweiterung der Markkleeberger Oberschule vor drei Jahren. Ein solcher Anbau wäre mit ortsbildprägend, könnte ein Blickfang werden, erwartet er.

"Ich hoffe und wünsche und bin mir sicher, dass die Stadtverordneten das vom Konzept her mittragen, um die Schule zukunftsorientiert auszugestalten", erklärt der Schulleiter. Das koste Geld, sei aber eine gute Investition für künftige Schülergenerationen.

Derzeit lernen an der Frohburger Oberschule 324 junge Leute in 14 Klassen. Die Schülerzahl steigt, weil zu Beginn des kommenden Schuljahres zum zweiten Mal hintereinander jeweils drei 5. Klassen gebildet werden können. In vielen Bereichen sieht Pfretzschner seine Schule sehr gut aufgestellt: die Turnhalle ist neu, das Stadion saniert. Kunstkabinett und Aula bieten sehr gute Voraussetzungen für den musischen Bereich. Gerade erhalten weitere Zimmer Leinwände und Beamer, mehrere interaktive Schultafeln sollen kommen.

Seit dem Jahr 2000 seien in den Frohburger Schulkomplex mit Grund- und Oberschule, Sporthalle und den beiden Horten rund acht Millionen Euro investiert worden, erklärt Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW). Um eine ausreichende Nachhaltigkeit dieser Investitionen auch für nächste Generationen zu gewährleisten, erscheint ihm der Erweiterungsbau unumgänglich.

Die Stadtverwaltung sieht sich unter enormem Zeitdruck. Frühestens Ende 2017 könnte ein Anbau fertig sein. Um 2016 mit einem Bau zu beginnen, muss bis Ende August 2015 ein Fördermittelantrag gestellt sein. Damit die Stadt dafür im kommenden Jahr eine Baugenehmigung vorweisen kann, ist die Planung bald möglichst zu vergeben. Zur Vergabe dieser Planung ist jedoch aufgrund der zu erwartenden Höhe eine europaweite Ausschreibung erforderlich.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.06.2014
Inge Engelhardt

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