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Investor plant in Frohburg Wohn- und Gesundheitszentrum

Neubau Investor plant in Frohburg Wohn- und Gesundheitszentrum

Baustart soll 2019 sein. Auf der ehemaligen Brache der Wäscheunion soll ein riesiger Gebäudekomplex entstehen. Rund 60 Wohnungen entstehen hier. Büros und Arztpraxen sollen den als Wyhrabogen geplanten Komplex ergänzen.

Die Zeichnung zeigt, wie der Wyhrabogen einmal aussehen soll.

Quelle: Unternehmen

Frohburg. Baugenehmigung im Frühjahr 2018, Baustart im Frühjahr 2019, Einzug 2021: In diesen Etappen will der Bauunternehmer Jürgen Drösel sein nächstes Frohburger Vorhaben umsetzen. Es betrifft die Bebauung der Wäscheunion-Brache an der Wyhra, kaum ehr als einen Katzensprung entfernt vom Frohburger Marktplatz. Auf zehn, elf Millionen Euro beziffert er die Gesamtkosten des Gebäudekomplexes, der hier entstehen soll. Er umfasst 61 Wohnungen, mehr als 600 Quadratmeter Flächen für Arztpraxen und Büros im Erdgeschoss, eine Tiefgarage, die über die Webergasse erreichbar sein soll.

„Herr Drösel hat beim Bauamt des Landkreises den Bauantrag für ein Wohn- und Gesundheitszentrum eingereicht“, informierte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) den Stadtrat. Der Investor habe sich in Abstimmung mit der Stadt und dem Landkreis dafür entschieden, das Bauleitplanverfahren per Bebauungsplan aufzugeben; durch das nun angestrebte Baugenehmigungsprozedere sei es möglich, schneller Baurecht zu erlangen. Die Lage des Grundstücks im bebaubaren Innenbereich lasse diesen Schritt zu. Hiensch bescheinigte den Plänen des Investors Professionalität: „Aus Sicht der Verwaltung spräche unter Beachtung aller Rahmenbedingungen eigentlich kaum etwas gegen ein gemeindliches Einvernehmen.“

Der Neubau-Komplex auf einer seit dem Abriss des traditionsreichen Textilbetriebes freien Fläche in unmittelbarer Zentrumsnähe soll eine Leerstelle im Stadtbild schließen und der hohen Nachfrage an Mietwohnungen entsprechen. Er denke zudem an Praxen für Zahnarzt, Allgemeinmediziner, eine Physiotherapie und andere Dienstleister des Gesundheitswesens, sagt Jürgen Drösel. Durch das Wohn- und Seniorenzentrum Frohburg mit den Häusern Harzberg und Wyhra und das betreute Wohnen ist die Drösel-Gruppe als Investor und Betreiber seit den neunziger Jahren in Frohburg aktiv. Sie errichtete darüber hinaus Wohngebäude. „Wir sind der größte Arbeitgeber in der Stadt und der Meinung, dass Frohburg eine Anlage, wie wir sie jetzt planen, braucht.“ Damit leiste man einen Beitrag zum weiteren wirtschaftlichen Aufschwung in der Stadt. Man spüre schon jetzt, weit vor dem eigentlichen Baubeginn, eine große Nachfrage, was die Mietwohnungen betreffe.

Vor einem halben Jahrzehnt hatte die Stadt Frohburg eine Offensive gestartet, um möglichst viele kommunale Grundstücke für den Wohnungsbau anbieten zu können. Fehlenden attraktiven und bedarfsgerechten Wohnraum hatte damals der Bürgermeister als eine Ursache für den Bevölkerungsrückgang erkannt. Damals ging es explizit auch um das einstige Wäscheunion-Gelände. Doch die Suche nach einem Investor blieb lange ohne zählbaren Erfolg. Im Februar 2017 schließlich räumte der Frohburger Stadtrat bei einer Gegenstimme der Drösel Wohn- und Gewerbebau GmbH eine Kaufoption für eine mehr als 6000 Quadratmeter große Fläche ein. „Wir erhoffen uns ein attraktives Wohngebiet, das die Innenstadt belebt“, sagte Hiensch damals. Er hoffte neben dem Bau von Wohnungen auf den von Geschäftsräumen in der Erdgeschoss-Zone für Dienstleistungen und kleinteiligen Handel. Im vergangenen Dezember hatte das Parlament einhellig die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen.

Dass die Stadt Drösel eine Kaufoption per 1. August einräumte, hängt mit der Bindefrist von Fördermitteln zusammen. Die Kommune hatte das einstige Industrieareal vor einem Jahrzehnt beräumt, auf einem Teil die Kinderkrippe „Storchennest“ und einen Parkplatz errichtet. Die jetzt geplante Wyhrabogen-Bebauung kann die Schaffung eines neuen kleinen Stadtquartiers abrunden.

Von Ekkehard Schulreich

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