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Geithain Jagdszenen in Frohburg: Wertvolle Deckenmalerei wieder sichtbar
Region Geithain Jagdszenen in Frohburg: Wertvolle Deckenmalerei wieder sichtbar
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20:00 22.03.2018
Mit der Teilrestaurierung der Deckenfassung wurden Spuren aus den Bauepochen der Renaissance bis hin zum Klassizismus sichtbar gemacht. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg

Nach langer Planungsphase konnte jetzt ein Teilstück der Decke im Ostflügel des Frohburger Schlosses restauriert werden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Museum in Trägerschaft der Stadt setzt damit die schrittweise Restaurierung des kulturgeschichtlich und historisch wertvollen Gebäudekomplexes fort.

Rege Bautätigkeit in 800 Jahren

Das Frohburger Schloss entstand um 1200 aus einer Burg und ist damit das älteste noch erhaltene Gebäude Frohburgs. Die Anlage, deren Bau in ihrem heutigen Erscheinungsbild um 1509 abgeschlossen wurde, kann auf eine über 800-jährige Geschichte zurückblicken. Da während dieser Zeit häufig die Besitzer des Schlosses wechselten, veränderte eine über die Jahre anhaltende rege Bautätigkeit das Aussehen des Schlosses stetig. Daraus resultiert eine spannende Baugeschichte, die, wie jüngste Forschungsergebnisse belegen, eine lückenlose Bautätigkeit von der Romanik bis zum Klassizismus vorweist.

Eindrucksvolle Jagdszene aus der Renaissance

Diese eindrucksvolle Jagdszene schmückt die Decke im Schloss Frohburg. Quelle: Jens Paul Taubert

Heute erkennt man die Spuren der Entstehungszeit sowie deren Veränderungen in den nachfolgenden Bauepochen im Besonderen an den Fassaden und im Inneren des Schlosses. Zu Letzterem gehört auch eine eindrucksvolle Jagdszene aus der Renaissancezeit. Sie schmückt das Obergeschoss des Treppenaufgangs im Ostflügel.

Drei übereinander liegende Farbschichten nachgewiesen

Die Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land der Sparkasse Leipzig förderte die Restaurierung mit 4500 Euro. „Das Schloss Frohburg ist ein besonderes Baudenkmal, das einen Einblick in die Bauepochen der vergangenen 800 Jahre gibt“, sagt Stephan Seeger, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung: „Mit der Teilrestaurierung der Deckenfassung wurden Spuren aus den Bauepochen der Renaissance bis hin zum Klassizismus sichtbar gemacht.“

Bei den Arbeiten seien drei übereinanderliegende Malschichten nachgewiesen worden, sagt Museumsleiterin Konstanze Jurzok. „Die Teilrestaurierung der Decke hat einen hohen ästhetischen und Erlebniswert für unsere Besucher.“ Einen Überblick über die einzelnen Malereibefunde sowie deren zeitliche Einordnung in die Schlossgeschichte könne der Museumsbesucher auf einer Ausstellungstafel nachvollziehen. Für das Schloss Frohburg konnten in den Jahren 2014 bis 2016 dank Fördergeldern der Stiftung die Anschaffung von Leuchtern in Empireform, die Teilrekonstruktion einer Wandfassung sowie die Restaurierung einer spätbarocken Kommode realisiert werden.

Von Ekkehard Schulreich

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