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Geithain Jahnshainer Elferrat zieht letztmalig zum Kohrener Rathaus
Region Geithain Jahnshainer Elferrat zieht letztmalig zum Kohrener Rathaus
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09:06 13.02.2018
Der Jahnshainer Elferrat am Rosenmontag beim bisherigen Bürgermeister von Kohren-Sahlis, Siegmund Mohaupt (M.). Quelle: Ekkehard Schulreich
Frohburg/Kohren-Sahlis

Um am Ende der närrischen Zeit die weltliche Macht im Kohren-Sahliser Rathaus zurückzugeben, kam der Jahnshainer Elferrat am Rosenmontag wissentlich zu spät. Doch die Eingemeindung der Stadt nach Frohburg, vollzogen schon zu Beginn des Jahres, konnte die illustre Gesellschaft keinesfalls bremsen.

Der Jahnshainer Elferrat am Rosenmontag beim bisherigen Bürgermeister von Kohren-Sahlis Siegmund Mohaupt (M., r.). Präsident Philipp Plaschtokat (M., li.) hat ihm den Faschingsorden überreicht. Quelle: Ekkehard Schulreich

Immerhin schon zum 18. Mal ließen sie hier den Bürgermeister hochleben und die Spendierhosen überziehen – denn Pfannkuchen und Fettbemmen, Sekt und Gehopftes gehörten selbstredend auf die im Ratssaal gedeckte Tafel. „47 Jahre ist unser Fasching alt, die zweite Rathaustür wurde uns zugeknallt“, spielte Präsident Philipp Plaschtokat auf die ruhmreiche Geschichte des Elferrats und das Aus der Gemeinde Jahnshain in den Neunzigerjahren an: „Weil es in Kohren zu wenig wahre Narren gibt.“

Dass zur nächsten Saison das Frohburger Rathaus das Ziel sein müsse, daran ließen die mit dem Kohrener Land-Express angereisten Karnevalisten keinen Zweifel: „Würde die Tradition beendet, wär’s für den Hienscher blamabel“, hieß es an die Adresse von Stadtoberhaupt Wolfgang Hiensch (BuW). Der ließ, zwar nicht zugegen, Angela Schubinski, die vom Kohrener Vorzimmer ins Frohburger Bauamt gewechselt war, für den Nachmittag noch einmal zurückkehren ins Rathaus, um die Narren mit frischem Kaffee milde zu stimmen.

Der letztmalige Gastgeber Siegmund Mohaupt, inzwischen wieder Vollzeit-Unternehmer („Ich genieße das durchaus!“) und lediglich noch Stadtrat, freute sich über die Visite. Er nahm den „letzten Orden“ dankend an, verkniff sich eine Kostümierung: „Ich mache bloß so“ – er formte Damen und Zeigefinger zur Raute – „und jeder weiß, wer gemeint ist.“

Um das kleine Kohrener Land mache er sich keine Sorgen, wohl aber „über Deutschland, so wie es sich aktuell darstellt. Ich bin schockiert.“ Am Elferrat, der am Tag zuvor seit Jahren erstmals wieder auf dem Lindenvorwerk einen Kinderfasching ausgerichtet hatte, war es, ihn auf versöhnlichere Gedanken zu bringen.

Von Ekkehard Schulreich

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