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Geithain Jetzt will FAW Geithains Stadttor beleben
Region Geithain Jetzt will FAW Geithains Stadttor beleben
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00:23 30.08.2018
Nachdem der Geithainer Pulverturm aus dem Dornröschenschlaf geholt wurde, wird jetzt auch das Stadttor (Foto) einbezogen. Quelle: Jens Paul Taubert
Geithain

Dass sie durchaus ein Faible haben für das Historische, zeigten sie bereits am Geithainer Pulverturm: Jetzt widmen sich die jungen Frauen und Männer, die durch den Bildungsträger FAW qualifiziert werden, mit dem Stadttor einem weiteren markanten Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Ihr Engagement für den Pulverturm ist damit aber nicht zu Ende; es geht quasi für ein Jahr in die Verlängerung.

Die Maßnahme am Geithainer Pulverturm geht in die Verlängerung. Quelle: Jens Paul Taubert

Das Herausholen des Turms aus seinem Dornröschenschlaf findet große Anerkennung nicht nur in der Stadt: Mehr als 1000 Besucher wurden hier seit dem Sommer 2017 gezählt.

„Dieser Zuspruch hat uns bei allem Optimismus überrascht“, sagt Ines Westphal, die die FAW in Geithain leitet. Wichtiger noch als die exakte Zahl von 1040 Besuchern – sogar aus Australien! – ist für sie das: Zwei derjenigen, die an der durch das Kommunale Jobcenter des Landkreises Leipzig geförderten Maßnahme teilnahmen, konnten inzwischen Fuß fassen im Arbeitsleben. Eine weitere Teilnehmerin unterschrieb einen Ausbildungsvertrag. Vor allem darauf komme es ja an: Junge Leute ohne Job, zum Teil sogar ohne Schulabschluss oder Lehre, Wege zu ebnen zum Arbeitsmarkt, so Westphal: „Wir hatten eine ganz geringe Abbruchquote. Das zeigt, dass sie sich identifizierten mit dem Pulverturm, dass sie Spaß bei dieser Arbeit hatten.“

Im Pulverturm kann es weiter gehen

Weil in diesem einen Jahr nicht alles geschafft werden konnte, wurde eine Verlängerung bewilligt. Fanden am Turm bisher behutsame Instandsetzungen statt, wurde Mauerwerk neu verfugt, das Innere geweißt, der Kerker beräumt und für Veranstaltungen mit Kindern hergerichtet, soll nun noch das Holz der Treppen, Balken und Böden im Inneren behandelt werden.

Zudem widmet man sich in Abstimmung mit der Stadt, dem Heimatverein und selbstredend der Denkmalschutzbehörde dem Stadttor. Hier werden die Räume aufgemöbelt. Mit zehn Teilnehmern unter 30 Jahren vor allem aus Frohburg und Borna startete diese zweite Qualifizierung Anfang August; die Kapazität liegt bei 15. Neben der Historie wenden sie sich einem ganz anderen Terrain zu: der Pflege eines Brachgartens in der Anlage „Frohe Zukunft“. Hier bauen sie Gemüse an.

Ausstellungseröffnung am 7. September

Dass der Pulverturm ins Bewusstsein der Stadt zurückkehrte, liegt an den inzwischen regelmäßigen Ausstellungen, die die FAW hier organisiert. Auf Zinnfiguren, Teepüppchen und Burgen-Gemälde folgt Ostalgie; die DDR-Schau wird zum Event-Shopping am 7. September eröffnet.

Für die neue Sonderschau Ostalgie im Pulverturm wurden auch diese praktischen Eierbehältnisse aus Plaste zusammengetragen. Quelle: privat

Parallel zu diesen Schauen kommen Kindergruppen gerne in den Turm, etwa um im Verließ zu basteln. „Mit dem Heimatmuseum gibt es eine schöne Kooperation“, sagt Ines Westphal. Einen aufschlussreichen Blick in das Gemäuer werfen können auch all jene, die am 15. September mit der LVZ auf Wanderschaft gehen. Dann ist der Pulverturm Station Nummer eins der Jubiläumstour, der 25. LVZ-Wanderung rund um Geithain.

Wer am 15. September mit von der Partie sein möchte, meldet sich bis zum 10. September an unter der Telefonnummer 03433/270721. Das Telefon ist von 10.30 bis 15 Uhr besetzt. Dann erfährt jeder die Startzeit seiner Wandergruppe. Erwachsene zahlen einen Unkostenbeitrag von drei Euro, Kinder bis 15 Jahre von einem Euro.

Von Ekkehard Schulreich

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