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Jobcenter öffnet am Montag im ehemaligen Bornaer Finanzamt

Umzug Jobcenter öffnet am Montag im ehemaligen Bornaer Finanzamt

Knapp 1,6 Millionen Euro hat der Kreis in das frühere Bornaer Finanzamt investiert. Am Montag nimmt hier das Kommunale Jobcenter seine Arbeit auf, das bisher auf zwei Standorte in der Stadt verteilt war. Auch die Dienststelle Geithain schloss ihre Türen. In wenigen Tagen nimmt zudem das Sozialamt in der Brauhausstraße seine Arbeit auf.

Im Behördenkomplex Brauhausstraße zieht am Montag wieder Leben ein.

Quelle: Andreas Döring

Borna. Noch stehen Umzugskartons im Weg, Aktenordner müssen ausgepackt und in Regale einsortiert werden. Aber die meiste Arbeit in der Bornaer Brauhausstraße 8 ist geschafft. „Am Montag ist das Kommunale Jobcenter am neuen Standort arbeitsfähig“, erklärt Gerald Lehne, Erster Beigeordnete des Landkreises, bei einem Rundgang. Um das Jobcenter (KJC) und später auch noch das Sozialamt unterzubringen, hatte der Kreis im Vorjahr die Immobilie des ehemaligen Finanzamtes erworben. An die Münchner ARCAP Beteiligungsverwaltung flossen rund 5,7 Millionen Euro als Kaufpreis.

23 Jahre gingen an Immobilie nicht spurlos vorbei

1994 war der Büro- und Geschäftskomplex hinterm Bornaer Rathaus entstanden. „Diese mehr als 20 Jahre sind an der Immobilie natürlich nicht spurlos vorübergegangen“, macht Roland Dathe, Sachgebietsleiter Hochbau und Liegenschaften im Landratsamt, deutlich. Es mussten verschlissene Sanitäranlagen ausgetauscht, Wände gemalert, Türen überarbeitet und vor allem das komplette IT-Netz erneuert werden. In die Beleuchtung wurde ebenfalls im sechsstelligen Bereich investiert. Das System erkennt nun, wann eine Person den Raum betritt und wieder verlässt. Wie von Geisterhand schaltet sich das Licht dann ein und aus. Selbstverständlich kann die Lichtstärke auch individuell geregelt werden, so Dathe. In den rund 130 Büros wurden insgesamt 550 neue Leuchten installiert. „Das Finanzamt hatte bei 150 Lux gearbeitet“, sagt Lehne. Die Kreisverwaltung gönnt ihren Mitarbeitern den kompletten Durchblick und gewährleistet künftig eine laut Arbeitsstättenrichtlinie vorgeschriebene Beleuchtung von 500 Lux.

„Außerdem wurde beachtet, dass es natürlich mehr Besucherverkehr als im früheren Finanzamt geben wird“, so Lehne. KJC und Sozialamt sind stark frequentierte Bereiche der Kreisbehörde. Deshalb entstanden zusätzliche Toiletten, ein Behinderten-WC sowie ein Still- und Ruheraum. „Der Hauptzugang von der Brauhausstraße aus wurde ebenfalls so ertüchtigt, dass er nun für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen kein Hindernis mehr darstellt“, berichtet Dirk Rasch, Amtsleiter für Straßen- und Hochbau sowie Liegenschaften.

Rund 800 Umzugskartons wurden gefüllt

Es gibt hier moderne Arbeitsplätze für rund 200 Mitarbeiter. Das sind 200 Telefone, Computer, Tische, Stühle und Schränke, die befördert werden müssen. Rund 800 Umzugskartons wurden bei der ersten Umzugswelle von Speditionen an Ort und Stelle befördert, um die Arbeitsfähigkeit der neuen Jobcenter-Außenstelle zu gewährleisten. In den nächsten Wochen werden dann die Mitarbeiter des Sozialamtes folgen.

Die Beläge in den einzelnen Etagen sind farblich unterschiedlich gestaltet

Die Beläge in den einzelnen Etagen sind farblich unterschiedlich gestaltet.

Quelle: sp

Schon jetzt präsentiert sich der Behördenbau im Bornaer Zentrum hell und freundlich. Vom in dezentem Grau gehaltenen Treppenhaus gehen farblich unterschiedlich gestaltete Flure ab. „Wir haben uns hier für die Töne Grün, Orange und Blau entschieden“, macht Architekt Karsten Lode aufmerksam. „In Anlehnung an die Farben des Landkreiswappens.“

Beigeordneter Gerald Lehne verteidigt die Mehrkosten des Umbaus. „Unzulänglichkeiten, die wir jetzt nicht in die Hand genommen hätten, hätten uns in ein paar Jahren eingeholt.“ So aber wurden gleich Nägel mit Köpfen gemacht, etwa die veraltete Brandmeldeanlage erneuert und der alte, abgenutzte Nadelfilzboden mit pflegeleichtem Kautschukbelag ersetzt. Die Arbeiten seien in dem vom Kreistag zuletzt abgesteckten Kostenrahmen ge­blieben. „Voraussichtlich“, so Lehne, „landen wir bei 1,58 Millionen Euro.“

Das Jobcenter hatte bisher zwei Bornaer Standorte, in der Stauffenbergstraße und in der Deutzener Straße, die hier vereinigt werden. Zudem werden in der Brauhausstraße nun auch die leistungsberechtigten Bürger aus den Kommunen Geithain, Frohburg, Narsdorf und Kohren-Sahlis betreut; die Dienststelle Geithain wurde Mitte Mai geschlossen. Das KJC Borna ist weiterhin für die Betroffenen in der Kreisstadt sowie in Regis-Breitingen, Neukieritzsch und Kitzscher zuständig.

Von Simone Prenzel

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