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Geithain Jubiläum in Kohren-Sahlis: Handwerker und Künstler gestalten 25. Töpfermarkt
Region Geithain Jubiläum in Kohren-Sahlis: Handwerker und Künstler gestalten 25. Töpfermarkt
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16:34 08.05.2017
Der Töpfermarkt in Kohren-Sahlis lädt am letzten Mai-Wochenende ein. Dann wird wohl wieder Andrang herrschen – wie im Vorjahr. Quelle: Jens Paul Taubert
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Kohren-Sahlis

Keramik fasziniert: Davon kann man sich am letzten Mai-Wochenende in Kohren-Sahlis überzeugen. Der Töpfermarkt, an dem 30 Kunsthandwerker und Künstler teilnehmen, zieht dann erneut mehrere Tausend Besucher an. Der Markt ist der 25. seit der Wende, und er bietet neben traditionellem Handwerk und künstlerischen Kreationen vor allem Unterhaltung und eine Möglichkeit, die Töpferstadt und ihre Tradition näher kennenzulernen.

„Der Kohrener Töpfermarkt war der allererste, an dem ich überhaupt teilgenommen habe. Seither komme ich ohne Unterbrechung Jahr für Jahr gern dorthin“, sagt Anett Lück, die in Hohenleipisch bei Elsterwerda eine Töpferei betreibt. Landschaft und Ort seien sehenswert, die Menschen freundlich: „Und ich habe meinen Umsatz, was wichtig ist, denn ich verkaufe vor allem auf den Märkten.“ Im Vergleich dazu ist es von Bärbel Mikas Werkstatt in Haubitz nördlich von Borna nur ein Katzensprung bis nach Kohren-Sahlis. „Der Töpfermarkt hat ein wunderschönes Ambiente“, sagt Mika, die – mit Unterbrechungen – seit den Neunzigerjahren die Veranstaltung als Plattform nutzt. Mit der Konsequenz, dass der eine oder andere Besucher sich später auch im Haubitzer Atelier sehen lässt.

„Sehr viele der Töpfereien aus Sachsen und Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, sind schon seit vielen Jahren dabei. Zudem gibt es treue Aussteller aus Tschechien“, sagt Gundula Müller, Töpfermeisterin und Vorsitzende des Vereins Kohrener Töpfermarkt. Waren Märkte dieser Art in den DDR-Jahren städtische Feste, schlossen sich die beiden ortsansässigen Töpfereien und andere Engagierte zusammen, als 1993 – wegen der baulichen Neugestaltung des Marktplatzes – der Töpfermarkt ausfallen sollte. Auf dem heutigen Montottoneplatz wurde ein Interim gefunden, im Jahr darauf der Markt zurückerobert, denn, so Müller: „Hier, in das Umfeld des Töpferbrunnens, gehört er einfach hin.“ Das sahen die Besucher nicht anders, hielten der Veranstaltung die Treue, die sich von einem Tag auswuchs auf ein ganzes Töpfermarkt-Wochenende. Inzwischen kommen die Besucher nicht nur aus der Region, sondern auch von weiter her. Auf Foren wie der Mitteldeutschen Handwerksmesse wirbt der Verein mit Erfolg dafür.

„Der Töpfermarkt ist ein Fest der ganzen Stadt. Er lebt vom Engagement der vielen, die sich einbringen und zu seinem Erfolg beitragen“, sagt Gundula Müller. Das sei umso wichtiger, da die Kommune finanziell kaum in der Lage sei, Unterstützung zu geben. Umso verlässlicher sei die Hilfe der regionalen Wirtschaft und vieler Privater, die zu einem attraktiven Rahmenprogramm beitrügen.

Eröffnet wird der Markt am 27. und 28. Mai, 10 Uhr, durch die Töpfermeisterinnen Karina Werner (Töpferhaus Arnold) und Gundula Müller sowie den Bürgermeister und Schirmherrn Siegmund Mohaupt (CDU). Beidseits des Marktes, flankiert von der historischen Bebauung, gibt es die Verkaufsstände der Töpfereien und Keramikwerkstätten. Auf einer Bühne gibt es Unterhaltung, zum Beispiel Tanz von Nic’s Dance-Factory (Sonnabend), Blasmusik mit der Frohburger Feuerwehrkapelle und das Märchenstück der Kohrener Grundschule (Sonntag). Das Duo Lied-Fass bietet am Sonnabend ganztags Folklore und freche Lieder. Die Geschichtsfreunde laden zu Stadtführungen ein. Den Sonnabend beschließt ein Konzert im nahen Pfarrhof, diesmal mit Swing aus Dresden.

Eine Neuauflage erfährt der Töpfermarkt-Brunnen-Preis. Die teilnehmenden Töpfereien zeigen ihre Wettbewerbsobjekte im Töpfermuseum, wo die Gäste des Marktes am Sonnabend ihr Urteil abgeben können.

Wer den 25. Töpfermarkt besucht, findet auf dem Montottoneplatz und auf dem Lätzsch-Firmengelände gegenüber ausreichend Parkplätze. Die Kohrener Feuerwehr kümmert sich um die Einweisung. Weil der Markt voll gesperrt ist, empfiehlt sich die Anreise über die alte B 95 beziehungsweise über Walditz.

Von Ekkehard Schulreich

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