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Jubiläumsfest 2011 in Geithain: Vereinsgründung und Zunftzeichen

Jubiläumsfest 2011 in Geithain: Vereinsgründung und Zunftzeichen

Im Juni 2011 begeht Geithain seine 825-Jahr-Feier. Einen Verein zur Vorbereitung dieses Jubiläumsfestes wollen Bürger am 26. Mai gründen, Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU) lädt alle ein, mitzumachen und sich einzubringen.

Geithain. Schon jetzt ist Petra Röder in der Stadt unterwegs, um möglichst viele Mitstreiter zu gewinnen, die ihre Häuser und Straßen zum Fest schmücken.

 Am Festwochenende vom 17. bis 19. Juni soll das Jubiläum das gesamte Stadtbild prägen. Selbst das ehemalige obere Stadttor könnte in der Dresdener Straße, Höhe Buchdruckerei Klopsch, als Nachbau wieder erstehen. „Ich wünsche mir, dass möglichst viele Geithainer ihre Häuser und Grundstücke schmücken und ausgestalten, um die Festkulisse für Einwohner und Gäste perfekt zu machen“, erklärt Petra Röder und erzählt, wie sie sich das vorstellt: Girlanden überspannen die schmaleren Straßen, Birkengrün und bunte Bänder zieren die Hausfassaden. Wimpelketten, Girlanden und Stadtfahnen schmücken vor allem den Altstadtkern, sind aber auch im gesamten Stadtgebiet zu finden. Zunftzeichen erinnern an altes Handwerk.

Die Geithainerin arbeitet derzeit an Schablonen für diese Zeichen, die fleißige Helfer dann aus Holz anfertigen und bemalen. „Unsere Idee ist, dass Zunftzeichen an das Handwerk erinnern, das früher in dem jeweiligen Haus ausgeübt wurde“, erzählt Petra Röder. Eh und je Schneiderei war zum Beispiel die Chemnitzer Straße 56. Familie Heinke möchte deshalb auf jeden Fall so ein Zunftzeichen für ihre Fassade. In dieser Straße gab es einst auch Kupferschmiede, eine Töpferei, Bäckerei und im Jahre 1910 nicht weniger als fünf Fleischereien. Leinweber waren früher im heutigen Heimatmuseum zu Hause. Auf Petra Röders Liste stehen aber auch eine Seifensiederei in der Leipziger Straße, „Darlehensgeschäfte“ und viele Bäckereien in der Katharinenstraße. Ihren Fisch kauften die Geithainer einst in der Dresdener Straße. Die Zunftzeichen werden Hausbesitzern zur Verfügung gestellt; sie sind zum Aufhängen gedacht, sodass keine Löcher an der Fassade entstehen. Geschichtsträchtige Hinterhöfe sollen zum Tag der offenen Tür am 18. Juni einladen, auch hier gibt es schon Zusagen. Familie Neubert will in ihrem Hof beispielsweise altes Handwerkszeug ausstellen. Auch die Familien Linke und Löffler hätten schon zugesagt, ihren Hof für Besucher zu öffnen. „Und wer noch alte Garderobe hat, sollte sie an diesem Sonnabend in und vor den Geschäften tragen“, wirbt Petra Röder.

Inge Engelhardt

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