Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Geithain Jugendklub in Frankenhain entwickelt sich
Region Geithain Jugendklub in Frankenhain entwickelt sich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 04.07.2018
Im Frankenhainer Vereinshaus gibt es separate Räume für den Jugendklub. Quelle: André Neumann
Anzeige
Frohburg/Frankenhain

Wie wichtig ein Jugendklub für eine lebendige Dorfgemeinschaft ist, lässt sich in Frankenhain ablesen: Die Frauen und Männer im besten Alter, die sich heute in den Abteilungen des Vereins Dorfgemeinschaft engagieren, sind im Jugendklub groß geworden. Viele Jahre wurde der Klub nicht mehr genutzt, bis junge Leute begannen, unter dem Dach des Vereins und des Vereinshauses einen neuen Treff aufzubauen.

Weg nach Frohburg in den Treff zu weit

Der Weg zum Offenen Treff in Frohburg ist für Heranwachsende zu weit, die Busverbindung unzureichend. In Frankenhain sind gut ausgebaute Klubräume vorhanden und viele Kinder und Jugendliche, die sie nutzen. Inzwischen ist der Treff an jedem Donnerstag ein paar Stunden geöffnet. Dank Veranstaltungen wie zuletzt eines Filmabends und eines Flohmarkts, der von den Jugendlichen selbst organisiert wurde, kehrt er in das Bewusstsein des Dorfes zurück.

Eröffnungsparty war ein voller Erfolg

„Im September 2017 gab es eine Eröffnungsparty. Zu der hatten wir das Dorf eingeladen, und das war ein voller Erfolg“, sagt Lasse Höhle. Der 13-Jährige gehört zu jenen, die sich intensiv um den Klub bemühen und dabei Unterstützung beim Flexiblen Jugendmanagement des Landkreises, beim Jugendamt und bei Eltern fanden. Das Dutzend Heranwachsender, zu dem auch Tim Heinicke (13) gehört, ist meist deutlich jünger als 18. Das stellt den Betrieb eines Klubs, auch unter Regie der Dorfgemeinschaft, vor rechtliche Hürden.

Mitarbeiterin der Kindervereinigung kommt donnerstags

„Es braucht eine gewisse Aufsicht und Angebote“, weiß Kathrin Kühn, die als Mitarbeiterin der Kindervereinigung Leipzig den Offenen Treff in Frohburg leitet. Seit dem vergangenen Herbst kommt sie donnerstags nach Frankenhain herüber. Von Dauer könne das nicht sein, aber „die Jugendlichen hatten schon viel Kraft investiert“. Sie wolle ihnen deshalb fachlich zur Seite stehen.

Langfristige Lösung für Betreuung muss her

Ist sie verhindert, springen Eltern ein, Christine Höhle zum Beispiel. „Wir müssen natürlich eine langfristige Lösung finden. Der Verein sucht eine geeignete Betreuung, doch es ist schwer, jemanden zu finden“, sagt sie. In dieser Übergangszeit versucht man mit kleinen Projekten, für die es mitunter Förderung gibt, den Treff zu stärken.

„Wir wollen zum Beispiel einen Film drehen. Das ist mal was ganz anderes“, sagt Tim Heinicke. Der Klub sei zweifelsohne ein Gewinn. „Hier können wir uns mit Freunden treffen. Hier hören wir Musik, spielen Tischtennis, kochen oft gemeinsam.“ Im Vereinshaus gibt es separate Räume, hinter dem Haus eine großzügige und überdachte Fläche.

Frankenhainer Hort kommt am Donnerstag

Diesen schönen Ort will am Donnerstag auch der Hort der Frankenhainer Grundschule nutzen. Er verlagert seine Ferienaktivitäten an diesem Tag dorthin. Zwischen 9.30 und 15.30 Uhr gibt es unter anderem einen Karaoke-Contest und sportliche Wettbewerbe. Für Tim Heinicke ist das sehr wichtig: „Damit alle im Dorf merken, es gibt den Jugendklub wieder.“ Regulär geöffnet ist er nach den Ferien an jedem Donnerstag von 16 bis 19.30 Uhr.

Von Ekkehard Schulreich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ballendorf soll wieder eine würdige Trauerhalle bekommen. Der Ortschaftsrat setzt sich schon lange für eine Sanierung ein. Als Hauptproblem erwies sich bislang aber die Eigentumsfrage.

03.07.2018

Die Jungtierschau des Kreisverbandes Borna/Geithain der Rassekaninchenzüchter findet am Wochenende in Tautenhain statt. Rund 240 Tiere werden im Ausstellungszentrum zu sehen sein.

03.07.2018

Einen Mehraufwand durch die seit Ende Mai geltenden neuen EU-Datenschutzregeln beklagen Verwaltungen und Vereine im Landkreis Leipzig. Die Reaktionen reichen von Verunsicherung und Ärger bis zum Appell, nicht in Panik zu verfallen und ruhig Blut zu bewahren.

06.07.2018
Anzeige