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Jugendliche führen in Kohren Musical auf

Jugend-Musik-Theater-Tage Jugendliche führen in Kohren Musical auf

Das Musical „Schock oder der Traum vom Gewinnerrhythmus“ war in der Kohrener Kirche zu erleben. Es war eine der Abschlussveranstaltungen der II. Jugend-Musik-Theater-Tage, zu denen Jugendliche aus ganz Sachsen zusammenkamen, um das Stück, angeleitet von erfahrenen Theaterpädagogen, in nur einer Woche einzustudieren.

Musical in der Kirche – das Spiel der Jugendlichen fand viele Zuschauer.

Quelle: René Beuckert

Kohren-Sahlis. Im Kohren-Sahliser Gotteshaus fand am Freitagabend die Abschlussveranstaltung der II. Jugend-Musik-Theater-Tage statt. Jugendliche aus ganz Sachsen erfreuten die Besucher mit Gesang und Spiel. Das Musical „Schock oder der Traum vom Gewinnerrhythmus“ ist ein hammerhartes Stück mit viel Trash, Rhythmus, einer Liebesgeschichte und der Suche nach mehr. Erzählt wird die Geschichte von Rocco Dilettanto. Er ist Müllmann aus Leidenschaft und Bandleader einer abgefahrenen Müllmanncombo. Gut gelaunt spielen er und seine Kumpels jeden Morgen auf ihren Mülltonnen mit ihren Arbeitsgeräten groovige Rhythmen. Arthur Richard Millonski stresst sich dagegen als Bankmanager in leitender Position. Aus einer Laune heraus, mal in eine andere Rolle zu schlüpfen zu wollen, werden die Lebensrollen getauscht: Millonski will mit Roccos Mülltonnencombo um die Häuser ziehen, Rocco soll Millonskis Laden auf Trab bringen.

das Spiel der Jugendlichen hat viele Zuschauer gefunden

das Spiel der Jugendlichen hat viele Zuschauer gefunden.

Quelle: René Beuckert

„Innerhalb einer Woche haben die Jugendlichen das Stück von Babette Friedrich und Peter Schindler einstudiert“, hob die musikalische Leiterin Martina Hergt deren Fleiß hervor. Sie und Theaterpädagoge Frank Hohl hatten sich zur Unterstützung noch Marc Maschek vom KulturGut Linda geholt. „Es ist schon bemerkenswert zu sehen, wie die Jugendlichen in dem Stück aus sich herausgehen und dabei Begeisterung entwickeln“, meinte dieser.

Vor einem Jahr hatte es schon einmal solch ein Projekt gegeben, an dem sich damals 30 Jugendliche beteiligten. Auch wenn an der aktuellen Aufführung weniger Akteure mitwirkten, so tat das der Unterhaltung keinen Abbruch. Denn das Stück bot nicht nur Unterhaltung, sondern regte auch zum Nachdenken an. Martina Hergt erzählte, dass im vergangenen Jahr die Aufführung einfacher gestaltet war. „Die Herausforderung diesmal ist mit dem Einbeziehen von Gesang deutlich größer geworden. Bei einem Musical müssen die gespielten Szenen mit dem Gesang und Tanz synchronisiert werden“, betonte sie. Aus ihrer Sicht waren die Jugendlichen mit viel Fleiß bei der Sache, probten immer wieder einzelne Sequenzen ein, bis alles klappte. „Das Einstudieren des Musicals in nur fünf Tagen, von früh 9 bis abends 22 Uhr, war eine sehr intensive Zeit, in der die Akteure zum Teil über sich hinaus wuchsen, aber auch an ihre Grenzen gelangten“, ergänzte Theaterpädagoge Frank Hohl. „Diese Erfahrungen hilft den Jugendlichen, sich selber besser kennen zu lernen. Zudem trägt die Teamarbeit wesentlich zum Gelingen des Stücks bei.“

das Spiel der Jugendlichen hat viele Zuschauer gefunden

das Spiel der Jugendlichen hat viele Zuschauer gefunden.

Quelle: René Beuckert

Etwas nervös waren die Jugendlichen vor der eigentlichen Aufführung schon, so auch Lea Brettschneider. „Mir hat die Woche in der Gemeinschaft, mit Singen, Tanzen und Spiel sehr viel Freude bereitet“, erzählte sie. Auch Jeremias Günther möchte die Schauspielarbeit nicht missen. „Für mich war das Singen im Zusammenhang mit dem Schauspiel eine besondere Herausforderung, die ich so noch nicht kannte“, stellte er fest.

das Spiel der Jugendlichen hat viele Zuschauer gefunden

das Spiel der Jugendlichen hat viele Zuschauer gefunden.

Quelle: René Beuckert

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, das gesangliche und schauspielerische Können der Jugendlichen live mitzuerleben. Besucherin Ursula Plaschtokat war eigens aus Linda gekommen. „Marc Maschek ist bei uns im Ort kein Unbekannter, und da ich für diese Aufführung eine Einladung erhalten hatte, bin ich neugierig geworden“, verriet sie. Auch Annelies Lehmann aus Bad Lausick wollte sich das Ereignis im Gotteshaus nicht entgehen lassen. „Da meine Enkelin in diesem Stück mitwirkt bin, ich gern hierher gekommen, um sie einmal aus einer anderen Sicht zu erleben.“

Von René Beuckert

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