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Geithain Käufer für Bahnhof gesucht
Region Geithain Käufer für Bahnhof gesucht
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15:21 19.05.2015

Meldet sich bis Ende November kein Kaufinteressent, soll das Grundstück überregional zum Verkauf ausgeschrieben werden.

Im April vorigen Jahres hatte die Stadt das Grundstück inklusive der darauf befindlichen Gebäude für 17 000 Euro erworben. Das aber aus einem ganz bestimmten Grund. "Wir wollten damit endlich unserem Ziel, das Bahnhofsumfeld neu gestalten zu können, näher kommen. Kommunaler Bedarf am Bahnhofsgebäude bestand schon damals nicht", so Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW). Das Hauptziel von damals ist mit der im Gang befindlichen Neugestaltung - unter anderem wurde ein verfallener ehemaliger Fahrradschuppen abgerissen, sollen hier Abstellplätze für Fahrräder und PKW entstehen - und der geplanten Modernisierung der Bahnsteige bereits weitgehend erreicht. Letzteres wurde von der Deutschen Bahn allerdings von diesem in das nächste Jahr verschoben, wurde informiert. "Hätten wir damals nicht so gehandelt, hätte die Gefahr bestanden, dass das gesamte Terrain im Rahmen einer Grundstücksauktion zur Versteigerung angeboten und selbst die Verbesserung des Bahnhofsumfelds in weite Ferne gerückt wäre", so das Stadtoberhaupt. Nun gelte es, möglichst aus der Region einen Kaufinteressenten und Investoren zu finden, dem Frohburg, das Stadtbild und die Erhaltung des denkmalgeschützten Gebäudes am Herzen lägen. Noch sei das Gebäude trotz seines Alters, des Leerstands und der Schäden durch Vandalismus in einem guten baulichen Zustand, wurde eingeschätzt. Ein Abbruch könne sowohl aus denkmalpflegerischen als auch städtebaulichen Gründen nicht ernsthaft erwogen werden.

Hoffnung macht den Stadtvätern, dass es in der näheren Umgebung - so in Groitzsch oder Grimma - durchaus Beispiele gibt, wie aus Bahnhofsgebäuden wieder attraktive Objekte wurden. So könnte man sich in der Stadtverwaltung vorstellen, dass in Frohburg im Bahnhofsgebäude vielleicht ein Gesundheitszentrum, etwa eine Ergotherapie, im Erdgeschoss ihren Platz finden könnte, weil sie barrierefrei nutzbar wäre, gegebenenfalls aber auch Wohnungen oder Praxisräume. Denkbar wäre aber auch, hier im Untergeschoss eine Informations- und Anlaufstelle für Touristen - eventuell in Verbindung mit dem Fremdenverkehrsverband "Kohrener Land" unterzubringen.

"Auch wenn mich mancher belächelt. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, einen Kaufinteressenten zu finden, der zugleich ein plausibles Nutzungs- und Sanierungskonzept hat", hofft Hiensch auf Widerhall. Denn es gab in Frohburg schon einige historische Gebäude, die in der Vergangenheit von vielen schon aufgegeben wurden, aber nun in neuem Glanz erstrahlen und das Stadtbild mitprägen. Warum sollte in Sachen Bahnhof der letzte Zug - sprich Kaufinteressent - schon abgefahren sein?

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.11.2013
Thlang

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