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Geithain "Kann mich völlig in ein Bild versenken"
Region Geithain "Kann mich völlig in ein Bild versenken"
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14:40 19.05.2015
Künstlerin Kathrin Schöttel (stehend links) bei der Ausstellungseröffnung mit Galeristin Ramona Kratz in der Stadtbibliothek Geithain. Quelle: Thomas Kube

Die Arbeiten sind bis zum Sommer zu sehen.

Die 51-Jährige benutzt Techniken, die sich schnell umsetzen lassen und in mehreren Schritten entstehen. So kann sie die stets knappe Zeit für künstlerisches Schaffen am besten nutzen. Ausgestellt sind Collagen verschiedener Größen. Für die kleineren Arbeiten benutzt die Geithainerin Papier, Aquarellfarben und Tusche, für die großen Acrylfarben. Mit besonderen Papierstücken - der Ausriss aus einer alten Zeitung oder der Teil eines farbigen Bogens, glatt oder geknüllt - gibt sie sich auf dem zuvor leeren Blatt selber etwas vor, das dann inspiriert zu Farben und Linien. Den Entstehungsprozess beschreibt sie als Wechselspiel zwischen überbordender Kreativität und Disziplin; am schwierigsten sei, ein Werk für fertig zu erklären. "Wenn ich in einem Bild stecke, kann ich mich völlig darin versenken", erzählte sie von den Momenten konzentrierten künstlerischen Schaffens.

Die meisten Arbeiten sind in ihrer Werkstatt in der Querstraße entstanden, seit 2004 Refugium und Rückzugsort. Doch auch der geliebte und mit Leidenschaft gehegte Garten kann, wenn alles passt, zum Atelier werden. Kathrin Schöttel bildet die Natur nie einfach ab, arbeitet aus der Erinnerung, lässt sich aber sichtbar inspirieren. "Landschaften und andere Ansichten" lautet der Titel der Schau. Die Landschaft ist ihr Sujet, dabei hat der Betrachter stets viel Raum, in dem Bild - egal ob Miniatur oder Großformat - die eigenen Erinnerungen und Sehnsüchte zu sehen.

Nicht nur mehrere Ausstellungen hat Kathrin Schöttel in den letzten Jahren gestaltet. Zu Geithains Stadtjubiläum 2011 zeichnete sie Vorlagen für die Erinnerungstassen mit Geithain-Motiv.

Die Künstlerin hob den Anteil ihres Mannes daran hervor, dass sie nach längerer Pause wieder mit dem Malen begonnen hatte. Die studierte Kunsterzieherin war als Abiturientin jüngstes Mitglied im einstigen Zeichenzirkel unter Leitung des Geithainer Grafikers Rolf Münzner gewesen, was sie stark beeinflusste. Während 15 rasanter Jahre im Außendienst verschiedener Unternehmen blieb nur die Fotografie, um besondere Ansichten festzuhalten.

Seit fast zehn Jahren ist Kathrin Schöttel Fachbereichsleiterin Sprachen an der Volkshochschule Leipziger Land und seit gut einem Jahr engagierte Botschafterin für deren Geschäftsstelle in Geithain. "Das macht Spaß zu sehen, wenn etwas wird - und es wird was", erklärte sie mit Blick auf die steigende Resonanz der Volkshochschule in der Stadt. "Ich bin angekommen", brachte sie ihr Leben und Arbeiten in der Heimatstadt und der Region auf den Punkt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.02.2014
Inge Engelhardt

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