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Geithain Kein Telefon, kein Internet – Nenkersdorfer sind abgehängt
Region Geithain Kein Telefon, kein Internet – Nenkersdorfer sind abgehängt
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05:01 27.03.2018
Blick auf Nenkersdorf. Der Ort ist derzeit von der Telekom abgehängt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Frohburg/Nenkersdorf

Der Reparatur-Termin 23. März, den die Deutsche Telekom Harald Gläß in der vergangenen Woche genannt hatte, war offenbar nicht zu halten. Dafür erreichte den Nenkersdorfer via Mail die Information, dass sich Techniker des Auftrages von Mitte März (!) nun am 31. März „zwischen 8 und 11.59 Uhr“ annehmen werden – am Ostersonnabend also. Eines Problems, das die Haushalte und Firmen im Grunde des gesamten Frohburger Ortsteils betrifft.

Sie können nach Aussage des Unternehmens „weder telefonieren noch das Internet oder Entertain nutzen“ – und das seit 14. März. Eine LVZ-Anfrage zu den Gründen der komplexen Störung und zur Frage, warum die Behebung derart lange dauert, blieb bisher ohne Antwort. Ohne Informationen ist man auch im Frohburger Rathaus.

Begründung leuchtet nicht ein

„Ich war am Freitag in Borna im Telekom-Shop. Dort wurde mir gesagt, das Ganze liegt an fehlenden Schachtgenehmigungen“, sagte am Montag Einwohnerin Dietra Mäder. Eine Begründung, die ihr nicht einleuchten wolle. Einen Termin, wann die Störung behoben sein soll, erfuhr sie nicht. Das Vorgehen sei einfach empörend. Ein ganzes Dorf sei kommunikativ von der Außenwelt abgeschnitten. Darunter litten vor allem Ältere, die nicht über ein Handy verfügten.

Stadtchef reagiert mit Unverständnis

Mit Unverständnis reagierte der Frohburger Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW) auf das offenkundig unzureichende Problem-Management des Kommunikationskonzerns. „Ich komme gerade von einer Beratung der Bürgermeister mit dem Ministerpräsidenten. Ich hatte das Gefühl, dass die Mehrheit der Anwesenden nicht nur alle auf die Telekom schimpfte, sondern heute die Privatisierung der Telekom als großen Fehler ansieht.“

Das aktuelle Nenkersdorfer Geschehen – über das das Bauamt der Stadt nur aufgrund der Berichterstattung in der Zeitung Kenntnis erlangt habe – reihe sich für ihn ein „in die Vielzahl der Unwahrheiten, die die Telekom in den letzten Wochen vor allem in Bezug auf ihre übernommenen Verpflichtungen zur Breitbandversorgung von sich gibt“.

Zu Nenkersdorf habe er zu wenige Informationen, sagte er: „Mir wurde nur von einem Mitarbeiter mitgeteilt, dass die Telekom erwägt Nenkersdorf/Schönau im Zuge der IP-Umstellung versorgungstechnisch mit Festnetz und Breitband ganz aufzugeben.“

Auskunft entbehre jeder Grundlage

Die Auskunft, die Dietra Mäder erhalten habe, entbehre jeder Grundlage, so Hiensch: Die Telekom beantrage für ihre Vorhaben keine Schachtscheine, sondern die Trassenzustimmung nach Telekommunikationsgesetz. Um einen solchen Antrag zu bearbeiten, müsste der im Rathaus erst einmal vorliegen. Nachfragen seitens der Telekom oder einer ausführenden Bauunternehmung habe es nicht gegeben.

Von es

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