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Geithain Keine Entscheidung zum Verkauf des Wohnblockes in Geithain-West
Region Geithain Keine Entscheidung zum Verkauf des Wohnblockes in Geithain-West
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17:15 19.05.2015
Der Stadtrat hat nicht entscheiden, an wen der Wohnblock Goethestraße 14 bis 18 verkauft wird. Quelle: Jens Paul Taubert

Zehn Stadträte votierten in geheimer Wahl gegen den Vergabevorschlag der Verwaltung, der nur vier Stimmen erhielt, darunter dürfte die von Stadtchefin Romy Bauer (CDU) selber gewesen sein. Sie zeigte sich gestern noch unentschlossen, wie sie nun weiter verfahren will.

Hagen Witruk, Geschäftsführer der Geithainer Firma Geo - Gesellschaft für Emaillierung und Oberflächentechnik mbH, hatte im Rathaus Interesse bekundet, den Block zu erwerben und zu sanieren, weil er dafür einen sehr hohen Bedarf sieht. Die Kommune hatte im März einen Grundsatzbeschluss über den Verkauf gefasst und den Block dann öffentlich ausgeschrieben. Interessenten mussten ein Sanierungskonzept vorlegen und mindestens 233 000 Euro bieten. Alle drei Gebote lagen darüber.

Das der Geo entspreche dem Ziel einer deutlichen und nachhaltigen Aufwertung durch Sanierung und Modernisierung des Wohngebäudes am besten, erklärte die Bürgermeisterin im Stadtrat. Mit dem Anbau von Balkonen und Aufzügen werde ein lukratives und vorzeigefähiges Wohnobjekt geschaffen. Auch Interessenten von außerhalb könne man so ein interessantes Angebot unterbreiten, erklärte die Stadtchefin. Ebenfalls ein Gebot habe Rüdiger Schallock abgegeben, informierte die Bürgermeisterin weiter. Seine Sanierungskonzeption gehe mit einer Veränderung der Wohnungsgrundrisse einher. Beabsichtigt sei, an allen Wohnungen Balkone anzubauen, so Bauer.

Mit 300 000 Euro das höchste Angebot hat eine Leipziger Rechtsanwaltsgesellschaft im Namen einer "Goethestraße Projekt GbR" vorgelegt. Auf Nachfrage informierte die Stadtchefin, dass diese GbR zwei Gesellschafter habe: Christian Schäfer und Uwe Helmerking. Das sind die beiden Geschäftsführer der SHP Unternehmensberatung GmbH mit Sitz in Geithain. Schäfer und Helmerking waren im Jahre 2008 hundertprozentige Gesellschafter der Geithainer Dienstleistungs- und Servicegesellschaft mbH (GDS) geworden, nachdem die Stadt ihre Anteile an dieser Gesellschaft verkauft hatte (die LVZ berichtete).

Das Sanierungskonzept der Goethestraße Projekt GbR für den Wohnblock sieht laut Bauer ebenfalls den Anbau von Balkonen an alle Wohnungen vor, des Weiteren sollen die Dachfläche und die Elektrik erneuert werden. Die Aufwertung zum barrierefreien und altersgerechten Wohnen auch mit Aufzügen sei benannt. Diesem Bieter den Zuschlag zu erteilen, empfahl die Verwaltung. Bauer: "Das wirtschaftlichste Angebot ist zu berücksichtigen."

Die Stadtratsmehrheit verweigerte dieser Empfehlung die Zustimmung - offensichtlich, weil man der Meinung ist, die Entscheidung könne nicht alleine am Kaufpreis festgemacht werden - wichtig sei auch, wie und was saniert wird.

Die geheime Abstimmung hatte Ludbert Schmuck (WVWV) beantragt, "damit jeder ohne Fraktionszwang nach seinem Gewissen abstimmen kann". Gunter Neuhaus (UWG) hatte zuvor eine namentliche Abstimmung beantragt, seine Fraktionskollegen Udo Berger und Frank Rudolph sprachen sich vehement gegen das geheime Votum aus, das dennoch eine Mehrheit fand. Wie sie nach Abschmettern dieses Beschlusses reagieren will, "wird noch entschieden", so Bauer gestern auf LVZ-Nachfrage.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.04.2013

Inge Engelhardt

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