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Geithain Kindereinrichtung "Bussi-Bär" hat einen neuen Träger
Region Geithain Kindereinrichtung "Bussi-Bär" hat einen neuen Träger
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13:17 18.08.2010
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. Die IWS war von Verwaltung, Eltern und Ausschüssen unter sieben Bewerbern ausgewählt worden. Stadtrat Frank Rudolph (UWG), der die Beschlussvorlage unzureichend nannte, scheiterte mit seinem Antrag, die Abstimmung zu vertagen.

Im Frühjahr hatte der Geithainer Stadtrat auf Druck der Eltern einen Schlussstrich gezogen: Er kündigte den Vertrag mit der Volkssolidarität Borna hinsichtlich der Einrichtung „Bussi-Bär" im Neubaugebiet. Unter den sieben Interessenten, die sich in der Folge um eine Übernahme der Kindertagesstätte bemühten, war besagter Volkssolidaritäts-Verband erneut. In die engere Wahl gelangten aber die AWO Kita GmbH Leipzig, das DRK Rochlitz und die IWS Integrationswerk gGmbH mit Sitz in Crinitzberg bei Glauchau. Die Auswahl sei „in einem sehr langwierigen Prozess sehr sorgfältig" erfolgt, sagte Bürgermeisterin Romy Bauer (CDU). Und wies den Antrag von Frank Rudolph (UWG) zurück, die Trägerentscheidung noch einmal von der Tagesordnung zu nehmen. Der hatte moniert, er könne aus der Vorlage der Verwaltung „keinerlei Kosten erkennen und keinen Kostenvergleich". Rudolphs Antrag scheiterte an der Ratsmehrheit.

„Es ist ausführlich darüber gesprochen worden", meinte Ludbert Schmuck (WVWV). „Ich denke, wir machen da keinen Fehler." Gabriele Sporbert (CDU) sagte, sie glaube nicht, dass über eine Beschlussvorlage in den vergangenen Jahren intensiver diskutiert worden sei als über diese. Alles sei gesagt: „Ich habe absolutes Vertrauen." Er sei zwar „kritisch" in diese Debatte gegangen, bekannte Botho Hopp (Linke), gestand der IWS aber zu: „Sie haben das beste Konzept vorgelegt." Für Silke Haferkamp (CDU), die den Auswahlprozess maßgeblich begleitete, war diese Feststellung wichtig: „Es gibt keine erhöhten Beiträge für die Eltern wegen des Wechsels."

Romy Bauer, die die „permanente Mitwirkung" von Eltern und Erzieherinnen an der Entscheidungsfindung hervorhob, würdigte das IWS-Konzept als das überzeugendste. Bei der Sondierung habe man natürlich auch auf die Kosten geschaut und darauf, dass das pädagogische Personal übernommen werde. Die konzeptionelle Qualität wollte nicht einmal Rudolph in Abrede stellen; er hielt indes an seiner Kritik fest, die Verwaltung präsentiere eine ungenügende Beschlussvorlage. An der Sache änderte das nichts. Bei einer namentlichen Abstimmung, die Schmuck eingefordert hatte, verweigerten zwei Stadträte ihre Zustimmung, einer enthielt sich. Für Bauer ein wichtiges Signal; schließlich soll der neue Träger mit Beginn des nächsten Jahres in Geithain seine Arbeit aufnehmen.

Ekkehard Schulreich

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